Wieder mal absolutes Suchtpotenzial. Hätte ich nicht arbeiten müssen hätte ich wahrscheinlich nur einen Tag gebraucht, statt zwei.
Bee Königswasser hat die Möglichkeit als Neurowissenschaftlerin bei der NASA ein großes Projekt zu leiten. Leider ist ihr Co-Leiter Levi Ward, der sie früher schon nicht leiden konnte. Doch diese Möglichkeit kann Bee sich nicht entgehen lassen, weshalb sie einen Weg finden muss, mit Levi klar zu kommen.Das Buch ist aus Bees Sicht geschrieben. Für sie ist die Liebe nur ein neurophysiologischer Zwischenfall, hoffnungslos instabil und der wahre Bösewicht menschlicher Beziehungen. Sie fragt sich stets was Marie Curie tun würde, ihr großes Idol. Dabei erfährt man ein paar Dinge über Marie, die ich selbst so noch nicht wusste. Bee ist irgendwie eine Mischung aus selbstbewusst und sehr unsicher. Wenn es um ihr Fachgebiet geht ist sie durchaus auch sehr arrogant, weil sie eine der besten ist. Wenn es um Beziehungen geht, ist sie das genaue Gegenteil. Die anderen Charaktere werden sehr gut und plastisch beschrieben. Ich konnte mich sehr gut in alle reinfühlen und habe mich in den ein oder anderen Nebencharakter verliebt. In jedem steckt sehr viel Liebe zum Detail und es dreht sich nicht ausschließlich um Bee und Levi.Ich glaube ich bin ein bisschen neidisch auf Bee, weil sie Levi bekommt. In der Beziehung der beiden kommt es zu einigen Missverständnissen, aber je näher man Levi kennenlernt, desto besser kann man erkennen was für ein charmanter und fürsorglicher Charakter er ist.Die Beziehung der beiden entwickelt sich auch nicht plötzlich, sondern wächst langsam und entspannt. Dadurch kommt mir das ganze sehr realistisch vor und ich könnte mir vorstellen, das so eine Geschichte auch in echt passieren könnte. Der zwischendurch sehr trockene und teilweise auch zynische Humor war genau richtig für mich und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Bisher habe ich jedes Buch der Autorin, dass ich gelesen habe, verschlungen und konnte es von Seite 1 an kaum aus der Hand legen.