Der Vogel war¿s! weist einige charmante Elemente auf. Aber es schleichen sich Logiklöcher in den Plot und die Dialoge wirken oft hölzern.
Genretypisch herrscht in Der Vogel war's! eine gemütlich-leichte Atmosphäre. Der Schauplatz der Ereignisse ist ein beschauliches Dorf in England. Dazu passen die Charaktere, wobei sie stereotypische Eigenschaften haben. Für mich ist die Charakterentwicklung nicht ausgereift genug. Ich schaffe es nicht eine tiefere Verbindung zu ihnen aufzubauen. Ich mag niemanden wirklich und besonders anstrengend empfinde ich Leah Page und ihre Freundinnen. Für mich sind die ermittelnden Seniorinnen wie die bekannten Nachbarinnen überall auf der Welt, die am Fenster kleben und über jeden und alles meckern und urteilen. Und sich selbst am meisten feiern.Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Ich kann mir die Ereignisse und die Umgebungen gut vorstellen. Jedoch wirken die Dialoge oft hölzern, was die Lesbarkeit beeinträchtigt. Gepaart mit dem häufig auftretenden Muster des Missverständnisses, die Leah erlebt, wirkt die Protagonistin dadurch manchmal recht einfältig.Die Erzählung in Der Vogel war's! plätschert entspannt vor sich hin und so wird für meinen Geschmack nicht genügend Spannung aufbaut. Hinzukommen Logiklöcher im Plot, welche die Glaubwürdigkeit infrage stellt und dadurch mein Lesevergnügen mindert.Trotz der genannten Schwächen weiß ich die Bemühungen um die erzeugten Spannungskurven positiv zu schätzen. Die einzelnen Erzählfäden werden gekonnt zusammengeführt. Einige werden in Der Vogel war's! beendet, andere bleiben für die Fortsetzung offen. Somit wird Der Vogel war's! rund abgeschlossen.Fazit:Der Vogel war's! weist einige charmante Elemente auf. Für mich ist das Lesevergnügen jedoch durch die Schwächen in der Charakterisierung, der Dialogführung und der Plotkonstruktion beeinträchtigt gewesen.