Coole Grundidee, flache Umsetzung, vorhersehbares Ende ¿ leider mehr ¿meh¿ als Mystery
The Reappearance of Rachel Price startet mit einer richtig starkenGrundidee, die sofort neugierig macht und Lust auf mehr weckt. Das Verschwinden, die plötzliche Wiederkehr und das ganze Mysterium darum haben enormes Potenzial - leider konnte mich die Umsetzung insgesamt nicht überzeugen.DerSchreibstilwar für mich flüssig und völlig in Ordnung. Man liest sich leicht durch das Buch, ohne große Hürden, was grundsätzlich positiv ist. Auch dieCharakteresind okay, aber eben nicht mehr als das. Sie bleiben größtenteils zu oberflächlich, um wirklich hängen zu bleiben oder emotional zu berühren.Besonders schade fand ich, dass die Story insgesamt sehr flach bleibt. Ein zentrales Element ist die Dokumentation, die gedreht wird - eigentlich ein spannender Ansatz, der viele Möglichkeiten bieten würde. In der Geschichte interessiert das aber nur am Rande und wird nicht konsequent genutzt, um Spannung oder Tiefe aufzubauen. Auch dieBeziehungender Charaktere untereinander wirken unausgereift und bleiben eher skizzenhaft.Ich hätte mir deutlich mehr Hintergrund, Geheimnisse und emotionale Verflechtungen gewünscht. Gerade bei einem Thriller lebt vieles davon, dass Figuren mehrschichtig sind und man das Gefühl hat, dass alle etwas zu verbergen haben. Hier blieb jedoch vieles zu glatt und vorhersehbar. Das Ende war für mich teilweise klar absehbar, wodurch der große Aha-Moment leider ausgeblieben ist.Insgesamt hat mich das Buch enttäuscht. Trotz der wirklich tollen Ausgangsidee fehlte es mir an Spannung, Tiefe und Überraschungen. Am Ende blieb bei mir eher ein "mäh"-Gefühl zurück, weshalb ich das Buch nur mit 2 Sternenbewerten würde.