Ich war nicht vorbereitet ¿¿¿¿ Credence hat mich gepackt, überfordert und am Ende weich gemacht. Intensiv & diskutabel ¿¿
Ich wusste ehrlich gesagt nicht, was mich erwarten würde, als ich Credence begonnen habe. Umso größer war die Überraschung: Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt. Der Schreibstil ist durchgehend sehr stark, atmosphärisch und fesselnd - ein echtes "Ich-kann-nicht-aufhören-zu-lesen"-Gefühl. Den Hype um dieses Buch kann ich definitiv nachvollziehen.Gerade der Anfang hat mich emotional mehr berührt, als ich erwartet hätte. Ich habe tatsächlich ein paar Tränchen verdrückt. Bis etwa Seite 300 war die Geschichte für mich erstaunlich gut nachvollziehbar. Ja, es gibt ein Age Gap, es gibt deutliche Harem-Vibes und es ist definitiv nicht mein bevorzugtes Subgenre - aber: Die Situationen wirkten innerhalb der Geschichte logisch und emotional verständlich. Genau das hat mich so positiv überrascht und letztlich komplett abgeholt.Ab etwa Seite 300 wurde es für mich persönlich dann etwas too much und stellenweise over the top. An diesem Punkt hätte ich mir gewünscht, dass das Buch auf dem bisherigen Niveau der "emotionalen Nachvollziehbarkeit" geblieben wäre. Ab da konnte ich jedoch sehr gut verstehen, warum Credence weniger nur gehypt, sondern vor allem stark diskutiert wird - gerade auf TikTok und anderen Plattformen.Das Ende hingegen hat mir wieder sehr gefallen. Es war emotional, weich und hat mir wirklich das Herz schmelzen lassen. Insgesamt bietet die Geschichte außerdem eine Menge Spannung - sowohl in der Tension zwischen den Protagonisten als auch in der übergeordneten Handlung, unabhängig von Liebesbeziehungen, Familienbanden und moralischen Grenzen.Unterm Strich ist Credence für mich ein sehr, sehr gutes Buch. Keine vollen fünf Sterne, dafür waren mir manche Entwicklungen zu extrem - aber deutlich mehr als vier Sterne. Verdiente 4,5 Sterne für eine Geschichte, die polarisiert, emotional trifft und definitiv im Kopf bleibt.