Sehr Spicy, aber insgesamt ein schöner Dark Romance, mit tollen Protagonisten
Tiernan verliert ihre Eltern und ist plötzlich auf sich allein gestellt. Doch ihr Vater hat vor seinem Tod die Obhut seinem Stiefbruder Jake übertragen, der sehr abgelegen in den Bergen lebt, zusammen mit seinen beiden Söhnen Noah und Kaleb.Tiernan, noch nicht ganz 18, fühlt sich leer und weiss nicht, wohin sie gehört. Als sie den Schritt wagt und zu Jake zieht, entdeckt sie sich plötzlich völlig neu. Denn diese drei Männer sind auf ihre eigene Weise gebrochen und verbittert.Im Winter ist es unmöglich, in die Stadt zu fahren, da die Strasse blockiert ist. Somit sind sie gezwungen, den gesamten Winter dort oben auszuharren. Wie das wohl wird? Eine junge Frau, die gerade 18 wird, und drei Männer? Tja, definitiv nicht einfach.Die Geschichte hat mich sehr gut unterhalten, auch wenn der Spice teilweise wirklich too much und stellenweise ziemlich verstörend war. Ich denke jedoch, dass dies im Zusammenhang damit steht, dass Tiernan sich selbst wiederfinden, sich neu entdecken und zu einer selbstständigen Frau werden möchte.Jake, Noah und Kaleb haben alle ihre problematischen Züge. Auch sie versuchen, ihr eigenes Glück und die innere Ruhe wiederzufinden, die sie verloren haben. Irgendwie fügt sich das alles im Verlauf der Geschichte zusammen.Den Schreibstil fand ich sehr angenehm und flüssig. Ich habe das Buch in kurzer Zeit durchgelesen, weil es mich einfach gepackt hat. Ja, einige Passagen waren sicherlich verstörend oder grenzwertig, aber die Protagonisten sind interessant, und man versucht, sie und ihre Handlungen zu verstehen. Jeder von ihnen begegnet Tiernan auf eine andere Art - sei es, um sie zu beschützen oder um ihr zu helfen, ihre eigenen Grenzen kennenzulernen.Das Setting in den abgeschiedenen Bergen fand ich besonders spannend und passend zur Atmosphäre der Geschichte. Sicherlich ist dieses Buch nicht für jeden geeignet, aber wer Dark Romance mag, wird hier definitiv fündig. Für mich war das Ende stimmig und beeindruckend - vor allem, wie sehr sich alles verändern kann."Wir waren verloren, gebrochen, jeder auf seiner Weise und sie brauchte uns, genau so wie wir sie brauchten¿