Ich habe dieses Buch beendet oder eher: dieses Buch hat mich beendet.
Nach Boys of Tommen Teil 5 hätte ich nie gedacht, dass mich ein weiteres Buch so emotional treffen könnte. Ich bin mit der Erwartung an eine leichte Romance hineingegangen. Etwas fürs Herz, aber nichts, das bleibt.
Ich lag falsch.
Say You Swear ist so viel mehr als eine Liebesgeschichte. Es ist tiefgründig, schmerzhaft, ehrlich und wunderschön. Dieses Buch zeigt, dass nicht alles, was sich intensiv anfühlt, auch für uns bestimmt ist. Dass manche Verbindungen uns festhalten, ohne uns wirklich zu tragen.
Es erzählt davon, dass man manchmal erst leiden muss, bevor man wieder bereit ist zu leben. Davon, dass wir uns oft mit fast zufriedengeben, obwohl wir eigentlich ganz verdienen. Und dass wahre Liebe nicht laut sein muss, um alles zu verändern.
Dieses Buch macht deutlich, wie sich Liebe anfühlt, wenn man keine Bestätigung liefern muss, um geliebt zu werden. Wenn man nicht auf einer Ersatzbank wartet, sondern gewählt wird ohne Zweifel, ohne Bedingungen.
Besonders berührt hat mich die Botschaft, dass andere manchmal früher sehen, was wir selbst noch nicht erkennen können. Dass Schutz nicht Kontrolle ist, sondern Vertrauen darauf, dass etwas Besseres kommt auch wenn wir es noch nicht verstehen.
Und dann dieses Ende.
Hoffnungsvoll. Heilend. Verdient.
Es fühlte sich an wie eine moderne Disney-Geschichte nicht kitschig, sondern ehrlich. Eine Geschichte, die uns daran erinnert, dass Liebe ihren Weg findet, egal was passiert ist.
Denn selbst wenn unser Verstand vergisst,
vergisst unser Herz nie.
Dieses Buch ist ein Meisterwerk.
Es tut weh.
Es heilt.
Und es bleibt