Dima zieht um und muss sich nun nicht nur mit seiner Sexualität auseinandersetzen, sondern auch mit dem neuen Ort und den Menschen. Sein Nachbar Luis fällt ihm direkt ins Auge und je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto mehr fühlt er sich zu ihm hingezogen. Aber empfindet Luis auch etwas für ihn?
Dima und Luis sind authentische Charaktere, die sich einem ins Herz schleichen. Dima ist ein eher zurückhaltender, aber trotzdem freundlicher Kerl. Er muss sich über einiges erst klar werden und es ist schön gewesen zu sehen, wie er im Verlauf der Geschichte selbstsicher wurde und sich mehr getraut hat. Luis ist eine sympathische Person. Er sorgt sich um seine Mitmenschen und möchte nur, dass jeder glücklich ist.
Die Handlung hat mir gut gefallen. Es ist interessant gewesen zu lesen, wie Dima und Luis eine gute Zeit miteinander haben und sich langsam ineinander verlieben. Es läuft nicht alles perfekt und es gibt auch mal Streit, was realistisch ist. Der Ort hat mir gut gefallen, da es einem dort nicht so schnell langweilig wird. Weihnachten spielt in Fountainbridge eine große Rolle, was man bei jeder einzelnen Tätigkeit merkt.
Der Schreibstil ist nicht schlecht, ich musste mit diesem aber erst warm werden. Der Einstig ist für mich etwas holprig gewesen, aber danach konnte ich leicht in die Geschichte abtauchen. Durch die Dual PoV kann man sich gut in die beiden Protagonisten hineinversetzen.
Ich kann das Buch empfehlen, wenn man eine süße Weihnachtsgeschichte mit zwei Jungs lesen möchte. Das Thema Selbstfindung spielt in der Geschichte eine große Rolle und wurde gut und authentisch dargestellt. Durch die Aktionen im Ort kommt einiges an Weihnachtsstimmung auf. Für mich ist die Geschichte eine sehr gelungene Weihnachtsromance.