Düstere Atmosphäre & starkes Worldbuilding, aber sehr langsam und wenig Handlung. Eher ein Auftaktband mit wenig Romance.
Ich habe tatsächlich mehrmals versucht, dieses Buch zu lesen, bin aber einfach nicht in die Geschichte reingekommen. Dieses Mal habe ich beschlossen, ihm noch eine letzte Chance zu geben und ich bin wirklich froh, dass ich es getan habe.Das Worldbuilding hat mir richtig gut gefallen. Es ist eine düstere, atmosphärische Fantasy-Geschichte, die Hofintrigen, Religion und Nekromantie auf eine sehr spannende Weise miteinander verbindet. Die Welt wirkte sehr lebendig und detailreich und man hat gemerkt, wie viel Gedanken dahinterstecken. Vor allem die Magie rund um den Tod fand ich super interessant und mal etwas anderes.Allerdings ist es mir wir ein Set-Up Buch für den zweiten Band vorgekommen. Handlungsmässig passiert nicht besonders viel und es gab einige langsamere Stellen, bei denen ich mich ein bisschen durchkämpfen musste. Gerade in der Mitte hat sich die Geschichte für mich etwas gezogen und ich hatte nicht immer das Bedürfnis, direkt weiterzulesen. Am Ende wurde es zwar spannender, aber insgesamt hätte ich mir etwas mehr Tempo gewünscht.Ich war auch etwas verwirrt, weil viele von einem Liebesdreieck gesprochen haben, aber für mich war eigentlich immer klar, für wen sie Gefühle hat. Ich hatte mehr Spannung oder Ungewissheit erwartet, wen sie am Ende wählen wird, deshalb war das für mich kein richtiges Liebesdreieck und ein bisschen enttäuschend.Gabe war mein Lieblingscharakter und ich bin sehr gespannt auf seine weitere Entwicklung. Ich fand ihn einfach am interessantesten und würde gerne noch viel mehr über ihn erfahren. Auch die Dynamik zwischen den Charakteren hatte definitiv Potenzial, aber ich hätte mir insgesamt mehr Emotionen und vor allem mehr Romance gewünscht.Trotz der Kritik mochte ich die Stimmung des Buches sehr. Es hat diese düstere, leicht melancholische Atmosphäre, die einen irgendwie trotzdem fesselt. Wenn man Slow-Burn-Geschichten mag und kein Problem mit ruhigerem Tempo hat, könnte einem das Buch wirklich gut gefallen.Trotzdem bin ich mir noch unsicher, ob ich den zweiten Band lesen möchte, wenn er genauso langsam ist auch wenn ich neugierig bin, wie es mit den Charakteren weitergeht.Ich würde das Buch Leser:innen empfehlen, die "The Knight and the Moth" oder "Belladonna" mochten, besonders wenn ihr Slow-Burn-Spannung, vielschichtiges Worldbuilding und charaktergetriebene Geschichten mögt.Insgesamt gebe ich dem Buch 3.75 ¿¿