Eine gelungene Fortsetzung
Der aktuelle Fall ist eigentlich kein Fall für die Mordkommission, denn bislang ist niemand ermordet worden. Dennoch ermitteln Commissaria Giulia Ferrari und ihr kleines Team. Denn es scheint nur eine Frage der Zeit, bis der Täter, der seine möglichen Opfer bis zu deren Wohnungstüren heimlich verfolgt und am nächsten Morgen Plakate über ihre Entführung aufhängt, tatsächlich zuschlägt. Obwohl das Trio alles daransetzt, den Täter rechtzeitig zu fassen, wird eine jener Frau entführt. Nun gilt es, die Frau zu finden. Eine vage Spur führt in das Florentiner Rathaus. Während die Ermittlungen auf Hochtouren laufen, kommen sich Giulia und Enzo näher. Als der Blinde in Giulias Haus mehrmals an eine Wand stößt, obwohl die Grundrisse in allen Stockwerken gleich zu sein scheinen, entdecken die beiden ein geheimes Büro, das Giulias Vater eingerichtet hat. Dort findet sich zahlreiches Material, das auf seine Jagd auf die Mafia hinweist. Ist das der Grund warum auf ihn und seine Familie ein tödliches Bombenattentat verübt worden ist? Meine Meinung: Nun, in diesem dritten Fall kommen wir dem Geheimnis um den Tod von Giulias Familie einen Schritt näher. Trotzdem konzentriert sich alles auf die Suche nach der entführten Frau. Wie schon in den beiden Vorgängern, ergänzen sich Giulia, Enzo und Luigi perfekt. Luigi kann sogar seine Abscheu vor dem Betreten der Questura Giulia zuliebe ablegen. Auch diesmal wendet Alexander Oetker das Stilmittel, Giulias Briefe an ihre Schwester sowie die als Dialog dargestellten Gespräche zwischen Carla Batista und ihren Mann Luigi an. Nun, wenn ich diese Reihe weiterlesen will, muss ich mich wohl damit arrangieren. Auch dieser Krimi lässt sich leicht und locker lesen. Die Renaissancestadt Florenz ist wieder prächtiger Hintergrund der Serie. Langsam wird aber auch klar, dass das organisierte Verbrechen auch in der Stadt der Medici seine Gefolgsleute hat. Fazit:Gerne gebe ich diesem dritten Fall für Signora Commissaria & Team 4 Sterne.