Eine schöne Geschichte über eine gebrochene Frau, die einen Neuanfang bekommt.
Inhalt:Das Leben von Iris könnte nicht besser laufen: Ihren Traum von der Malerei hat sie zum Beruf gemacht und jeder will ihre Gemälde kaufen. Mit ihrem Freund Tristan läuft alles gut. Doch plötzlich erfährt sie etwas, was ihre Welt erschüttern lässt. Nach einem Streit verliert sie nicht nur Tristan und dessen Liebe, sondern auf viel tragischere Weise ihre beste Freundin Mia. Von Schuldgefühlen geplagt und am Ende ihrer Kräfte findet sie Zuflucht bei ihrer geliebten Grandma June auf Martha?s Vineyard. Hier muss Iris nun wieder zu Kräften kommen und sich überwinden den Pinsel wieder in die Hand zu nehmen.Meine Einschätzung:Ich hatte bereits beim Klappentext eine Ahnung in welche Richtung die Enttäuschung durch Tristan und Mia gehen wird. Doch die Autorin hat die Möglichkeiten mit voller Härte ausgeschöpft und mich noch überrascht. Nur so konnte aber die Verzweiflung von Iris richtig authentisch erzählt werden und das ist Manuela Inusa sehr gut gelungen. Man hat nicht nur oberflächlich mitgelitten, sondern konnte den Schmerz der Protagonistin sehr gut nachfühlen. Die Autorin hat äußerst einfühlsam geschrieben. Sehr gut gefallen hat mir auch der schleichende, aber nötige Rückweg in die Zukunft. Auch der Schlüsselmoment von Iris war gut beschrieben, denn Iris hatte sehr tiefe Phasen aus denen sie raus musste. Es war zwar etwas schade, dass hierfür unbedingt ein neuer Mann her musste. Denn man kann auch ohne Mann wieder heilen. Aber das sollte vermutliche für ein bisschen Positive Vibes sorgen.Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es war definitiv sehr tief, sehr ernst und keine leichte Kost. Eine Triggerwarnung für Depressionen wäre eventuell noch angebracht gewesen. Die persönliche Entwicklung der Protagonistin steht im Vordergrund und wurde von der Autorin sehr gut und erfolgreich erzählt.