Farah Rosendahl ist in ihrem Auto auf dem Nachhauseweg in einem undurchsichtigen Waldstück. Aus dem Nichts läuft ein Mann auf die Straße, Farah kann nicht mehr ausweichen und erfasst den Mann. Doch er steht auf und läuft zurück in den Wald. Farah ist geschockt, rennt ihm nach und versucht alles, um ihn am Leben zu erhalten. In ihrer Not ruft sie Wase Rahimi an, ein Freund, der bei der Kripo arbeitet. Mit dieser Entscheidung setzt sie folgenschwere Dinge in Bewegung, denn sie und der angefahrene Mann sind in dem Moment nicht die Einzigen in dem Wald...
Ich war sehr gespannt auf das Debüt von Chris Warnat, bei Instagram wurde das Buch sehr positiv besprochen. Mich konnte die Geschichte nicht komplett überzeugen, aber das Debüt ist spannend zu lesen.
Mit insgesamt 58 Kapiteln haben die einzelnen Kapitel eine gute Länge. Direkt zu Beginn im Prolog geht es spannend los und man ist mitten in der Geschichte. Der Schreibstil ist angenehm und zugleich spannend, es wird eine kaum greifbare und bedrohliche Atmosphäre aufgebaut. Die immense Angst der Protagonistin ist zu jeder Zeit spürbar, sowohl sie als auch die anderen Charaktere werden detailliert und mit genügend Tiefe beschrieben. Die Ich-Perspektive von Farah steigert diese Darstellung der Panik und Verzweiflung nochmal mehr und passt hervorragend. Was mich irritiert hat, sind die Perspektivwechsel in einigen Kapiteln, die nicht gekennzeichnet sind. Oft musste ich nochmal zurück blättern, weil es eine Menge Figuren gibt und ich diese erstmal einordnen musste. Ebenso gibt es einige rote Fäden, denen ich nicht mehr perfekt folgen konnte. Die Handlung hat ein paar Längen, aber die Spannung wird konstant oben gehalten. Das Ende konnte mich nicht komplett überzeugen, aber da es der Auftakt einer Thriller-Reihe ist, bin ich gespannt auf den zweiten Band.
Für Thriller-Fans ist das Debüt der Autorin auf jeden Fall zu empfehlen, es kann mit einer spannenden Handlung und toll ausgearbeiteten Protagonisten punkten.