Morlen träumt von der großen weiten Welt. Heather von etwas mehr Leichtigkeit ...Eine Reise ins sonnige Kalifornien! Voller Vorfreude fliegt die 17-jährige Morlen nach Cardiff-by-the-Sea, einen kleinen Küstenort südlich von Los Angeles. Hier wirkt alles irgendwie größer als zu Hause auf Norderney: die Häuser, die hoch gewachsenen Palmen, die riesigen Pazifikwellen. Heather, eine alte Freundin ihrer Mutter, empfängt sie mit offenen Armen, doch die Stimmung zwischen ihr und ihrem Ehemann Gary ist längst nicht so gut wie das kalifornische Wetter. Während Morlen versucht, ihre Gefühle für Surferboy Charlie und Gastbruder Tom zu sortieren, träumt Heather insgeheim davon, selbst noch mal ein Abenteuer zu erleben. Werden sie beide ihr Glück finden?Bei den Büchern von Meike Werkmeister greife ich mittlerweile meistens blind zu und achte dabei gar nicht mehr unbedingt auf den Klappentext.Daher war ich dann auch positiv überrascht, dass wir hier die mittlerweile 17jährige Morlen als eine der Hauptfiguren begleiten.Im ersten Buch ("Sterne sieht man nur im Dunkeln") der nur lose zusammenhängenden Reihe haben wir sie noch als Kind kennengelernt, daher war ich sehr gespannt darauf, wie sie sich mittlerweile entwickelt hat.Leider kam ich dann gar nicht so gut in die Geschichte rein.Zum einen hat es mich etwas gestört, dass wir dieses Mal gleich zwei Geschichten gleichzeitig verfolgen (Morlen und Heather) und zwischen ihnen immer hin und her springen. Das empfand ich gerade zu Beginn als etwas zäh und zu langsam erzählt, weil ich so an keine der beiden so richtig herankommen konnte und irgendwie hat es sehr lange einfach nur ein wenig vor sich hingeplätschert, während Morlen ständig nur schlecht gelaunt und müde war und Heather ständig überarbeitet, weil sie sich um absolut alles alleine kümmert und auch kümmern muss und so sind dann die ersten 200 Seiten vergangen und ich hatte immer noch nicht so richtig das Gefühl angekommen zu sein, weil sich alles immer noch so sehr nach Anfang angefühlt hat.Dabei ist eigentlich der Schreibstil wieder wunderbar flüssig zu lesen und auch die Figuren wieder sehr liebenswert angelegt, aber irgendwie wollte es mich trotzdem einfach nicht so packen wie die bisherigen Bücher.Vielleicht lag es auch am Ort. Dieses Mal waren wir ja mit Morlen bei Heather in Kalifornien und irgendwie ist das eben so gar nicht mein Sehnsuchtsort.Obwohl alles wieder so bildhaft beschrieben wird, konnte mich (u.a.) die ganze Surfszene dort einfach nicht richtig mitreißen - egal, wie sehr die einzelnen Figuren ihre Zeit auf ihren Boards genießen.Obwohl ich also - mal wieder - gerne Zeit mit den Figuren von Meike Werkmeister verbracht habe (und das ist trotz gut 700 Seiten gar nicht mal so viel Zeit, weil ich wirklich schnell durch diese ganzen Seiten kam), fehlte mir dieses Mal einfach etwas.Das Ende konnte mich aber trotz allem überzeugen, da die verschiedenen Figuren ihre Pläne bekannt geben, wie sie ihre jeweiligen Probleme in Zukunft angehen wollen. Da die Figuren sich natürlich mal wieder still und heimlich in mein Herz schleichen konnten, habe ich mich über ihre Zukunftspläne sehr freuen können.Fazit: Die Figuren sind mir mal wieder sehr ans Herz gewachsen und dank des flüssigen Schreibstils bin ich so auch durch die gut 700 Seiten geflogen, aber der letzte Funken hat mir irgendwie gefehlt und die Geschichte ist einfach zu lange zu sehr vor sich hin geplätschert. (3,5 Sterne)