>> Mein Atem geht schwer, als wäre ich einen Marathon gerannt, und irgendwie stimmt das ja auch. Ich renne davon. Seit Jahren. << - S. 105
Meine Meinung:
Niemals hätte ich gedacht, dass Anatomy of a broken Heart mich so begeistern würde. Aber einmal angefangen, konnte ich das Buch nur schwer wieder aus der Hand legen.
Der Schreibstil ist locker und leicht geschrieben, wodurch ich förmlich durch die Seiten geflogen bin. Dabei konnte ich mich gut in die Situation der Protagonistin hineinversetzen und es hat sich sehr authentisch angefühlt. Vor allem der Beruf einer Rettungssanitäterin und was damit alles einhergeht, hat mich noch einmal richtig wach gerüttelt und die Darstellung dessen ist der Autorin richtig gut gelungen. Das Thema alleine war schon wahnsinnig spannend, wodurch die Geschichte mich unheimlich gefesselt hat. Aber auch der Trope Second Chance zwischen Grace und Holden sorgt für viele einzigartige und spannende Momente.
Ganz besonders Grace Entwicklung hat mir sehr gefallen. Am Anfang ist sie noch sehr verschlossen, vor allem in Bezug auf Holden. Doch mit jeder weiteren Begegnung wird klar, dass sie sich immer mehr traut sich zu öffnen und sich ihren Gefühlen zu stellen.
Holden war für mich eine kleine Greenflag. Verstädnisvoll, fürsorglich und immer darauf bedacht, dass es Grace gut geht. Die beiden zusammen zu erleben und mit ihnen mitzufiebern hat mir sehr viel Spaß gemacht.
Der Twist am Ende hat mich definitiv kalt erwischt und mir ist es dabei kalt den Rücken runtergelaufen. Mir blieb gar nichts anderes übrig, als das Ende in einem Rutsch durchzulesen!
Fazit:
Eine tiefgründige und zugleich schmerzhafte Geschichte, die aber genau die richtigen Worte findet. Mir hat das Thema rund um den Beruf einer Rettungssanitäterin unheimlich gut gefallen und gleichzeitig hat es mir die Augen geöffnet für alles, was mit diesem Beruf einhergeht. Grace und Holden erzählen dabei eine tiefgründige Geschichte, die unter die Haut geht.
4,5/5