Im Jahr 2502 wird der kleine Anselm zum Kloster Maulbronn gebracht. Er ist Vollwaise, der Hof, auf dem er nach dem Tod seiner Mutter lebte, will ihn nicht weiter mitfüttern. Anselm selbst ist sehr interessiert am Leben der Mönche in Maulbronn. Zunächst arbeitet er bei den Laienbrüdern, doch da er Wissen aufsaugt wie ein Schwamm, nimmt ihn der Bursarius des Klosters unter seine Fittiche. Die Anfänge sind gelegt für Anselms Weg im Zisterzienserkloster Maulbronn. Doch ihn umgibt ein dunkles Geheimnis...
Das Kloster Maulbronn ist schon länger Teil des UNESCO-Welterbes, ich habe es mehrfach besichtigt und finde es jedesmal sehr imposant. Eine Geschichte um dieses Kloster herum, das weckte sofort mein Interesse. Auch wenn schnell klar wird, dass sowohl Anselm wie auch einige weitere Protagonisten der Erfindung des Autors entspringen, kann eine solche Geschichte doch gut eingepasst werden in die historischen Gegebenheiten. Ich hatte mir erhofft, einiges über das Leben der Mönche zu erfahren, über ihren Tagesablauf, doch hier hatte ich mich getäuscht. Von Führungen weiß ich, dass es teilweise ein striktes Redeverbot unter den Mönchen gab, doch das spielt in diesem Buch gar keine Rolle. Andere überlieferte Fakten werden dafür recht ausführlich dargestellt, auch wenn sie für die Geschichte selbst wenig von Belang sind; dafür erschweren sie den Lesefluss, so dass ich mich durch den ersten Teil des Buches doch eher durchkämpfen musste. Das titelgebende schwarze Geheimnis ist untergründig immer vorhanden, tritt jedoch immer wieder in den Hintergrund, was ich ein bisschen schade fand.
Insgesamt hat dieses Buch meinen Erwartungen nicht ganz entsprochen; schade eigentlich. Fans von historischen Romanen möchte ich es gerne weiter empfehlen, auch wenn es m.E. kein wirklich rundes Bild vom Leben der Zisterziensermönche in Maulbronn wiedergibt. Ich vergebe 3 von 5 Sternen.