Manchmal weiß man schon beim Anblick des Covers, dass das Buch besonders wird. Und genau so war es hier. Dieses elegante, ruhige Design wirkt hochwertig und stilvoll. Nichts Überladenes, sondern genau die richtige Mischung aus Sehnsucht und Tiefe. Es passt perfekt zur Geschichte und macht das Buch zu einem echten Blickfang im Regal.
Was mich aber wirklich begeistert hat, ist das Setting in den Alpen. Diese Kulisse ist kein bloßer Hintergrund, sie trägt die Geschichte. Die klare Bergluft, die Weite, das Gefühl von Abgeschiedenheit, aber auch von innerer Konfrontation. Die Natur wirkt kraftvoll und gleichzeitig beruhigend. Gerade diese alpine Atmosphäre gibt der Handlung eine besondere Intensität, die ich so selten gelesen habe.
Emotional funktioniert der Roman für mich vor allem über die leisen Töne. Keine übertriebene Dramatik, keine künstlichen Wendungen, sondern echte Gefühle, innere Konflikte und eine Entwicklung, die nachvollziehbar bleibt. Die Dynamik zwischen den Figuren ist spürbar, ohne laut zu sein. Dieses unterschwellige Knistern, die Zurückhaltung, das langsame Annähern. Genau das hat mich überzeugt.
Longing for Lelibeth lebt nicht von spektakulären Effekten, sondern von Stimmung, Charaktertiefe und einem außergewöhnlichen Setting. Für mich ein intensiver, gefühlvoller Roman, der lange nachhallt. Absolute Empfehlung.