Heimat im hier und heute und in der Vergangenenheit gehören unweigerlich zusammen
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Dattelpalmen vor tiefblauem Himmel RomanBeschreibungManchmal muss man zurückblicken, um die Gegenwart zu verstehen. Köln, 2024: Die Konflikte mit ihrer Teenager-Tochter lassen Journalistin Amelie verzweifeln. Bis sie durch eine Reportage mit ihren arabischen Wurzeln konfrontiert wird. Bald begreift Amelie, dass sie erst die Geschichte ihrer Familie verstehen muss, bevor sie deren Gegenwart gestalten kann. Tripolis, 1949: Nach der Flucht aus Jaffa werden Zayn und seine Eltern in der pulsierenden Mittelmeerstadt zwischen Oliven- und Palmenhainen heimisch. Dann lernt Zayn im Studium eine junge Frau aus Deutschland kennen. Doch ist er noch einmal bereit, alles hinter sich zu lassen? Eine authentische Familiengeschichte über die Frage, was Heimat ist und wie viel man dafür aufzugeben bereit istMeine Meinung zur Autorin und Buch Laila Omari , ist ein wunderbares Buch gelungen, in der sie ihre Familiengeschichte erzählt. Es geht um Heimat und mit der Auseinandersetzung, was man bereit ist, dafür aufzugeben. Es hat mich sehr mitgenommen und doch hat sie es sehr schön erzählt, in poetischen Worten. Ihr Vater hat dafür viel aufgegeben, besonders seine Liebe zu Tripolis. Der Schreibstil ist sehr emotional und bewegend, ich bin regelrecht abgetaucht. Sie wird in zwei Zeitebenen und Kontinenten erzählt. Es fängt an mit :¿ Zu Hause hatten wir Orangenbäume, die die Straße säumten. Man atmete ihren Duft , wenn man hinaustrat.¿ Ein Zuhause, an das Zayn sich kaum noch erinnerte und dessen Bild er trotzdem in sich trug wie eine sepiafarbene Fotografie, die langsam verblasste und deren Ränder ausfransten, als hätte man sie zu oft betrachtet.Die Familie von Zayn ist von Jaffa nach Tripolis geflüchtet, ich konnte mit ihnen fühlen eine fremde neue Welt. Obwohl die Stadt nur so von Leben pulsiert, man das Meer riechen kann, und diese Dattelpalmen vor dem tiefblauen Himmel. Sie müssen sich einleben, viele unterschiedliche Nationen leben hier, auch wie die Italiener in der Nachbarschaft. Der Vater ist fleißig, bald wohnen sie in einem eigenen Haus, und da ist ja auch noch die Familie von ihm. Es ist schon ein anderes Leben dort 1949, die Schwestern von ihm, dürfen nicht in ein Kaffeehaus. Seine Schwester Mayla begehrt schon mal auf. Sie besuchen die Schulen, und beide Zyan und Mala studieren später.Zyan geht nach Deutschland er möchte Arzt werden. Dort lernt er die Studentin Maria kennen, er heiratet sie später. Ihre Kinder studieren ebenfalls und so lernen wir Amelie kennen, aber erst 2024 in Köln eine Journalistin , die eines Tages mit ihren arabischen Wurzeln konfrontiert wird. Man sieht ihr das arabische nicht, sie wirkt wie eine Europäerin, irgendwie war sie darauf bedacht nicht arabisch zu wirken. Ich konnte es sehr gut nachvollziehen, wegen der Vorbehalte vieler Menschen. Aber sie muss sich jetzt damit auseinandersetzen, und wir tauchen tief in die Familiengeschichte ihres Vater ab, was sehr spannend und interessant war, dieses Leben in Tripolis kennen zu lernen.