Ich habe bereits einige Bücher von Eric Berg gelesen, allerdings eher die nördlicheren, die sich stilistisch doch etwas von diesem unterschieden. Umso mehr war ich gespannt auf das südliche Flair der Kanaren in diesem Band. Der flapsige Kommissar Flaco und der lockere, teils ungewohnte Erzählton brauchten bei mir allerdings etwas Eingewöhnung. Der Einstieg ist dennoch spannend und flüssig geschrieben, die Figuren werden sehr plastisch eingeführt, und auch der Humor hat seinen Reiz, wenn ich ihn auch stellenweise etwas überzogen finde.
Mit der Zeit wächst die Neugier auf die Geschichte, auch wenn ich mit Flaco und seinem Umfeld, etwa den besonderen Beziehungen zu Carlos oder seiner Chefin, noch hadere. Auch die undurchsichtigen Diamantenkontakte und die rätselhaften Giftmorde halten die Spannung hoch vieles bleibt bewusst zunächst mehr als unklar. Die Handlung nimmt zunehmend Fahrt auf, ohne dass die Figuren unbedingt sympathischer werden, was aber durchaus zum Stil passt. Der Schluss lässt für mich noch ein paar Fragezeichen offen.
Insgesamt ein spannendes eigenwilliges Buch mit - subjektiv betrachtet - ein paar Mankos.