Der Roman erzählt die Geschichte zweier Schwestern, die um 1900 mit viel Mut und Unternehmergeist den Grundstein für eine erfolgreiche Marmeladenfirma legen.
Im Zentrum stehen die Schwestern Emma und Tilde Fromm, die Ende des 19. Jahrhunderts einen Neuanfang wagen. Ausgehend von einer scheinbar kleinen Idee selbstgemachter Marmelade entwickelt sich eine Geschichte über Unternehmergeist, Mut und gesellschaftliche Hürden. Der Roman verbindet dabei persönliche Schicksale mit der Entstehung eines Unternehmens, das später deutschlandweit bekannt wird.
Die Atmosphäre ist eine der größten Stärken: Die Zeit um 1900 wird detailreich und sinnlich dargestellt man riecht förmlich die Früchte, spürt aber auch die Unsicherheiten einer Epoche im Wandel.
Der Schreibstil ist zugänglich und flüssig, klar auf ein breites Publikum ausgerichtet. Die Sprache ist bildhaft, ohne überladen zu wirken.
Ein unterhaltsamer, klassischer historischer Roman, der vor allem durch sein ungewöhnliches Thema und seine warmherzige Erzählweise punktet. Wer Familiensagas mit realem Hintergrund mag, wird hier gut bedient.