In München im Jahr 1985 lernt Claudia Baumgartner den Flötisten Florian Moser kennen und verliebt sich in ihn. Sie bekommen Fünflinge, die als Frühchen geboren werden. Zwei der Babys sterben nach wenigen Monaten und Claudia kämpft wie eine Löwin, um Ihrer Familie das richtige Zuhause zu bieten. Es kommt noch eine weitere Tochter zur Welt und Claudia nimmt auch noch ein Pflegekind auf. Doch ihr Mann, Florian wird, aufgrund seiner bipolaren Störung, zunehmend aggressiv. Er hat Affären und zwingt Claudia mehrmals umzuziehen. Im Umzugsunternehmer Didi findet Claudia einen Freund, und später einen verlässlichen neuen Partner, als sie endlich bereit ist, sich von Florian zu trennen. Er schenkt Claudia eine späte Heimat, denn er kauft das Haus in Bergheim, in dem sie sich einst am wohlsten fühlte.
Meine Meinung
Das Buch ließ sich ja leicht und flüssig lesen, keine Unklarheiten im Text störten den Lesefluss. Auch war ich schnell in der Geschichte drinnen und konnte mich auch in die Protagnisten hineinversetzen. Im Anhang schreibt die Autorin, dass der erste Teil des Buches schon länger bei ihr in der Schulblade lag, sie sich nicht entschließen konnte, es zu schreiben. Als sie jedoch den zweiten Teil erhielt, gab ihr das den nötigen Schub. Ich kann das nachvollziehen, denn der erste Teil liest sich eben wie ein Liebesroman mit Eheschwierigkeiten, die vermutlich fast jeder mal hat. Sicher bekommt nicht jede Mutter Fünflinge und muss um sie fürchten. Das war ab er auch der einzige Spannungspunkt in diesem Teil. Der zweite Teil machte das zwar nicht ganz wett, wertete das Buch jedoch einigermaßen auf. Denn hier passiert eben einiges. Was ich nicht verstehe ist, dass sie ihren Mann nicht schon viel früher verlassen hatte. Allerspätestens als er sie zwang, von Bergheim wegzuziehen, denn das war schon allerhand, überhaupt auch den Kindern gegenüber. Das war für mich ein Knackpunkt, denn ich hätte ihm schon früher den Laufpass gegeben. Biopolare Störung hin oder her, wenn jemand nicht gewillt ist, seine Krankheit zu bekämpfen, und das war Florian mit Sicherheit nicht, dann hat er als Ehemann nichts verloren, und auch nicht als Vater. Ich hätte den schon viel früher verlassen und kann nicht verstehen, warum sie es so lange mit ihm ausgehalten hat. Bei jeden Ausraster Florians habe ich gedacht, Claudia gib dem doch endlich einen Tritt in den Hintern! Er hat seine Versprechen nie lange gehalten! Aber ich weiß, dass es solche Frauen gibt, die bei ihren Männern bleiben, obwohl sie halb totgeschlagen werden. Das Buch war ab der zweiten Hälfte wenigstens etwas spannender und hat mich auch gegen Ende wirklich gefesselt. Jedoch reicht es bei weitem nicht an die letzten Bücher, die ich von dieser Autorin gelesen habe, heran. Daher zwar eine Leseempfehlung sowie aber nur dreieinhalb Sterne und da Halbe nicht überall gehen kann ich leider nur drei Sterne geben.