Emotionale Familiengeschichte, die gerade am Schluss sehr berührt
Für mich ist diese Autorin immer noch ein Geheimtipp. Ich liebe ihre gefühlvollen Geschichten, die aber auch zum Nachdenken anregen. So wie auch bei ihrem neusten Werk. Hier geht es um Juliane, die ihren merkwürdigen Vater bei sich aufnimmt. Dieser verändert sich immer mehr und beide Seiten tun dies zu Beginn der Geschichte damit ab, dass Vater und Tochter nicht unterschiedlicher sein könnten. Juliane, die bis ihre Struckturen liebt und alles bis ins kleinste Detail durch plant und dann Jean, ihr Vater, der scheinbar das pure Chaos auf zwei Beinen ist. Als sich die merkwürdigen Aktionen von Jean häufen, wird dann doch ein Arzt zu Rate gezogen... Herzerwärmend, aber immer mit dem Blick auf das Wesentliche, lässt die Autorin die Figuren eine Verschiebung ihrer Rollen im Alter durchlaufen. Gefühle, die aufkommen lassen den Leser nicht nur Schmunzeln, sondern gerade auch nachdenklich werden. Ist doch das Funktionieren der Eltern so selbstverständlich. Aber was wenn dies nicht mehr so ist? Wenn alles aus den Fugen gerät? Wie mit dem plötzlichen " Anderssein" umgehen und dennoch die Würde desjenigen bewahren? Diese Geschichte hat alle Emotionen in mir geweckt. Ich habe lauthals gelacht und Tränen nicht mehr halten können. Gerade zum Schluss, als Jean ein langjahriger Wunsch erfüllt wird, sind mit die Buchstaben auf den Seiten vor Tränen in den Augen verschwommen. Von.mir gibt es hier eine absolute Lesempfehlung!