
Die Debatten über Desinformationen der deutschsprachigen Alternativen Rechten blenden bislang deren kulturhistorische und medienästhetische Dimensionen weitgehend aus. Auf Grundlage der ästhetischen Kategorie »Glitch« entwickelt Niklas von Reischach die Lesart, den Bildpraktiken von »Fake News« postdigitale Ästhetiken zuzuschreiben. Als meme-ähnliche Analyseobjekte enthalten Desinformationen Verweise auf rechtsextreme Ideologien und Bilder. Somit tragen sie in Teilen der Gesellschaft dazu bei, pessimistische Wahrnehmungen auf digitale Medien auszubilden. Doch die ästhetisch-diskursive Sabotage beschränkt sich nicht allein auf rechte Kontexte: Auch digitale Bildpraktiken anderer extremistischer Gruppen lassen sich in ähnlicher Weise lesen.
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