Ein schöner dritter Band, der für mich aber ein bisschen hinter den anderen beiden zurückbleibt.
Band drei der Goldcrest Manor Reihe nimmt uns erneut zurück auf die Gestüte rund um Goldcrest Manor und ihre Bewohner. Die Geschichte von Brooke und Desmond ist die dritte dieser Reihe und vermittelt wieder Drama und Emotionen pur. Ein schönes Buch, das mich gut unterhalten konnte.Die Ländereien rund um die Anwesen unserer Protagonisten bieten nach wie vor eine wunderschöne Kulisse, in die ich sehr gerne zurückgekehrt bin. Ein sommerliches Gefühl, welches zwischen Sonnenuntergängen und Pferdekoppel für idyllische Momente gesorgt hat. Hier wurde noch ein weiteres Stück Land in den Fokus genommen, nämlich das Zuhause von Desmond und seiner Familie. Trotzdem spielte ein Grossteil der Handlung auf Goldcrest Manor, was eine schöne Verbindung zwischen den Bänden der Reihe darstellte. Auch die Themen der anderen Bücher sind immer wieder aufgekommen. Brooke kämpft mit den Erwartungen ihres Vaters, dem sie es einfach nicht recht machen kann. Und auch Desmond hält an Altem fest, das ihn noch immer mit seinem Vater verbindet. Beide Protagonisten mussten lernen, für sich selbst einzustehen und ihren eigenen Weg zu gehen. Dabei hatten sie mit und durcheinander noch viel zu lernen. All dies hat die Autorin mit ihrem Schreibstil schön verbinden und wunderbar erzählen können, was mir gut gefallen hat.Die Protagonisten waren tatsächlich etwas, was ich schwächer fand als in den anderen Bänden zuvor. Irgendwie konnte ich nicht ganz so mit ihnen mitfühlen und sie packten mich einfach weniger als die Geschichten ihrer Freunde. Brooke war besonders in Band eins eine Protagonistin, die man dank ihrer Vergangenheit mit Julian nicht ganz so sehr mochte. Umso gespannter war ich, sie in ihrer eigenen Geschichte näher kennenzulernen. Und sie konnte sich auch beweisen und mit einer hilfsbereiten und offenen Art überzeugen. Ich bewunderte ihre Stärke und Kraft, sich gegen ihren Vater zu stellen und ihre eigenen Träume zu verfolgen. Auch Desmond war dabei eine solche Hürde, die sie erst nehmen musste. Bei ihm fand ich es etwas schwieriger, seine Ängste und Sorgen und besonders die Konsequenzen daraus nachzuvollziehen. Für mich hätte er schneller weitergehen müssen und sich ganz auf seine Gefühle verlassen können. Ein grosser Pluspunkt bei den Protagonisten waren aber definitiv die Charaktere der vergangenen Bände, die hier weiterhin eine grosse Rolle spielten.An Spannung konnte das Buch manchmal nicht so ganz überzeugen. Ich fand, dass doch die eine oder andere Länge vorhanden war und sich gerade im Mittelteil das Ganze etwas gezogen hat. Dennoch wurde ich gut unterhalten und weiterhin durch die tolle Stimmung des Buches in eine ganz andere Welt gesogen. Deshalb genoss ich das Lesen und finde, dass es ein schöner dritter Teil der Reihe ist, welcher gut dazugepasst hat.Insgesamt ist Silken Waters ein dritter Band der Reihe, welcher für mich zwar etwas hinter den anderen beiden zurückbleibt, dennoch ein schönes Leseerlebnis bot und mich auf ein Pferdegestüt entführte, auf das ich auch gerne noch öfter zurückkehren möchte. Ich vergebe trotz kleinerer Probleme mit den Protagonisten deshalb tolle 4 Sterne und kann die Reihe nur empfehlen.