Rachel Soost geht weiter ihrer Familiengeschichte nach und erzählt uns die große Liebe zwischen ihrem Großonkel Robin und Hilde. Hilde ist eine sehr emanzipierte, selbständige Frau, die weiß, was und wen sie will. Robin ist allerdings Jude und dementsprechend steht ihre Liebe in Zeiten des Nationalsozialismus unter keinem guten Stern. Auch, wenn man das großartige Bernie und Luise, den ersten Band, nicht kennt, kann man Hilde und Robin lesen. Akribische Recherche, authentische Schilderung und ein fesselnder Stil verbindet beide. Um den Lesenden ein paar Atempausen während der wirklich spannenden - manchmal schwer zu ertragenden -Handlung zu verschaffen, gibt es bei Hilde und Robin einen in der Gegenwart spielenden Handlungsstrang. Ein Roman, der bewegt und nachhallt und den ich nicht aus der Hand legen konnte, bis ich ihn in einem Rutsch durchgelesen hatte. Wie auch Band 1 eine große Empfehlung verbunden mit dem Dank an die Autorin, diese Familiengeschichten mit uns Lesenden zu teilen.