Kennst du das? Du liest den Klappentext, der Titel spricht dich an, und sofort hast du das Gefühl, ein tolles Buch vor dir zu haben. So ging es mir mit diesem Roman.
Beim Lesen wurde ich ins Toronto des Jahres 1837 entführt. Die Geschichte hat mich so sehr gefesselt, dass ich das Buch innerhalb von 1,5 Tagen beendet hatte. Der angenehme und flüssige Schreibstil macht den Einstieg leicht, während die authentische Darstellung der damaligen Zeit die Schauplätze und Lebensumstände lebendig werden lässt. Auch der Glaube, der damals eine wichtige Rolle spielte, ist sanft und unaufdringlich in die Handlung eingewoben.
Sara findet in einer Pension eine Anstellung als Wäscherin und kann so sich und ihre Großmutter ernähren. Doch ihre Arbeitgeberin ist eine harte Frau, die auf Menschen, die sie für niedergestellt hält, mit Hochmut und Verachtung herabblickt. Die Unterwürfigkeit, die Sara an den Tag legen muss, fällt ihr schwer. Gleichzeitig wird zwischen den Zeilen deutlich, dass sie eine gute Erziehung genossen hat. Bis zum Schluss fragte ich mich, wie es dazu gekommen ist, dass sie nun in so ärmlichen Verhältnissen lebt.
Neben Sara begleitete ich einen jungen Witwer und seine aufgeweckte Tochter. Dieser kleine Wirbelwind erobert schnell Saras Herz. Als Sara ein Unrecht gegenüber dem Kind nicht einfach hinnimmt, verliert sie ihre Anstellung. So traurig dieser Verlust auch ist, er eröffnet ihr zugleich neue Möglichkeiten.
Von der ersten Seite an hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen. Dass mich das Buch so begeistern würde, hatte ich ehrlich gesagt nicht erwartet. Umso positiver war ich überrascht. Nun hoffe ich, dass wir noch weitere Bücher von Christine Hill Suntz auf Deutsch lesen können. Dieses Buch empfehle ich daher sehr gerne weiter.