Ich stelle mir die Scham als toxische Freundin vor. Sie redet mir ein, der wahre Kern an mir hätte keine Liebe verdient. Sie glaubt, ich bräuchte Verkleidungen, um mich vor Blamage wie damals () zu schützen. Seite 17
INHALT
Schamgefühle kennt jede Frau! Schon mal auf einem Gyn- Stuhl gesessen? Genau das! Vor allem beschreibt sie Scham in verschiedenen Bereichen wie: Essverhalten, Medizin und Finanzen. Das Buch ist weniger eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Herkunft des Schamgefühls, sondern eher eine Beschreibung des Erlebtem - vor allem ihrer eigenen Gefühle. Diese beschreibt sie ausführlich und verständlich!
Die Scham betäubt mein Verhältnis zu meinem Körper wie Botox, die Falten in meinem Gesicht. Ich möchte aber menschlich sein, mich nicht schämen müssen, weil ich Angst vorm Zahnarzt habe. Ich möchte zu Vorsorgeuntersuchungen gehen, möchte gesund bleiben dürfen, auch wenn ich als junge Frau noch nicht in der Lage war, diesen wunderbaren, wundersamen, starken, Resilienz, resistenten Körper zu schützen, gar zu lieben. Ich verliere mein Gesicht nicht, weil ich angreifbar bin, ich verliere meine Gesundheit, wenn ich mich schäme, statt zur Vorsorge zu gehen. Seite 71
EINDRUCK UND FAZIT
Ein Sachbuch das mich sehr abgeholt hat! Die Autorin schreibt mit einer ordentlichen Portion Zynismus und Ironie, dass ich mehrmals schmunzeln musste. Ein Buch über Scham in verschiedensten Bereichen (und alle davon waren mir bekannt). Ein Buch das nachdenklich macht, und irgendwie unterhaltsam ist - diese Mischung macht es besonders. Richtig neue Infos habe ich jetzt nicht erhalten, aber das war auch nicht meine Erwartung. Ich hab es gern gelesen - es wird mich noch eine Weile beschäftigen.
Und ganz ehrlich? Dieses Cover ist wohl ein absoluter Hingucker (und die schönste Farbe der Welt)