Der erste Fall von DC Smith hatte mir bereits sehr gut gefallen und das gilt auch für diesen zweiten Band um den Tod der alten Dame Joan Riley. Der Autor ist seinem Stil treu geblieben, der Fall ist realistisch und authentisch und könnte überall vorkommen. Der Schreibstil ist auf den Punkt, aber auch sehr einfühlsam. DC Smith agiert gleichzeitig leise und mit Raffinesse, er ist ein erfahrener Ermittler, dem man nichts vormacht. Gleichzeitig hat er aber eine weiche Seite, die dem Leser dadurch ein Verständnis für Opfer und Täter ermöglicht. Mir haben die moralische Komponente, das Dilemma der Ermittelnden und die psychologische Tiefe dieses Falles sehr gut gefallen. Die Charaktere fand ich alle gut getroffen, mir hat die Gruppe entschlossener Senioren sehr gut gefallen. Leider mischt Smiths Trainee Christopher Waters erst ab der Hälfte so richtig mit, weshalb ich hoffe, dass er in den folgenden Fällen wieder eine tragende Rolle bekommt. Ich finde diese Krimireihe hervorragend und hoffe, dass es alle Bände in die deutsche Übersetzung schaffen.