Für mich persönlich ein schrecklicher Schreibstil und Storymäßig nicht das, was ich erwartet hatte.
MEINUNGSelten formuliere ich mein Missfallen so deutlich, aber hier hat mir der Schreibstil wirklich gar nicht gefallen. Es mag ein literarischer Stil sein, ich bin aber gar nicht damit klar gekommen. Unendlich verschachtelte Sätze, die nicht mehr aufgehört und noch schier in den Wahnsinn getrieben haben.Das Buch ist in drei Teile unterteilt, die alle unterschiedliche Erzählstimmen haben. Ich persönlich fand Teil 1 (erzählt von Jeanne Patou) am schlimmsten. Danach war es etwas flüssiger zu lesen. Vom Thema her war es natürlich eine schreckliche und auch Geschichte. Ich mochte das Haus der Frauen, was im Laufe der Geschichte eine wichtige Rolle spielt. Ich fand es spannend deren Geschichten zu lesen. Ich fand es auch sehr interessant was Jeanne Patou zwischen 2015 und 2019 widerfahren ist bzw was sie ganz grundsätzlich tut. Ich mochte auch, dass die Geschichten anderer Frauen in das Buch gefunden haben und damit ein Zusammenhalt geschaffen wurde. Ich mochte das drastische aufzeigen des Zuhörens. Aber ich mochte nicht, dass vor allem am Anfang vieles ständig wiederholt wurde. Ich mochte nicht, dass ständig ein Bezug zum Sex gesucht wurde. (Auch wenn die Gewalt darin natürlich Thema war!) Ich mochte nicht, das Gefühl zu haben, die Hälfte vom Buch nicht kapiert zu haben und das alles einhergehend mit der Aneinanderreihung von Worten. Für mich war es leider nichts. Ich hatte mir mehr erhofft - aber vielleicht findet jemand anderer ja mehr Gefallen daran, die Bewertungen sprechen dafür.KLAPPENTEXTDie gefeierte Filmikone Jeanne Patou erfährt aus dem Fernsehen, dass sie für tot gehalten wird. Für Jeanne ist es die Chance, unterzutauchen und so ihrem Ehemann zu entkommen, der gleichzeitig ihre größte Obsession und ihre fatalste Leidenschaft ist. Sie verschwindet in die Anonymität - und in einen Kosmos der untergetauchten Frauen, mit denen sie ein altes Haus in Barcelona bewohnt. Während sie ihre Schicksale kennenlernt, wird ihr auch ihr eigenes immer deutlicher.Viereinhalb Jahre später streift Jeanne über die La Rambla, eine Passantin unter vielen, als sie plötzlich ihrem Mann begegnet. Ihr ist klar: Sie muss sich stellen - ihrem Mann, aber vor allem sich selbst.