Er war Bauingenieur, Stadtplaner, Infrastrukturplaner und Stadtbaurat sowie langjähriger Vorsitzender des Architekten-Vereins zu Berlin. Dass Berlin bis heute so ist, wie es ist, verdankt die Stadt James Hobrecht (1825 1902), dem Planer des modernen Berlin. Das weitmaschige Straßennetz und die Ringe, die die Innenstadt bis heute zusammenhalten, gehen auf seine Planungen zurück. Sie schufen die Voraussetzung für die typische Berliner Blockstruktur und die berühmten Mietshäuser, in denen urbanes Leben, Arbeit und Wohnen in gemischten Stadtvierteln vereint sind. Sie sind mitverantwortlich für die städtebauliche Dichte sowie für die lebendigen, baumreichen Straßen und Plätze. Ebenso bilden sie die Grundlage für eine flexible stadttechnische Infrastruktur mit einer Kanalisation, die für eine angemessene Stadtentwässerung und somit für die Stadthygiene unerlässlich ist.
Anlässlich des 200. Geburtstags von James Hobrecht am 31. Dezember 2025 würdigte der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg e. V. dessen herausragendes Werk in einer Vortrags- und Diskussionsreihe und erörterte dessen Erbe als Anregungen für die Zukunft. Die Vortragenden dieser Veranstaltungen im Winter 2025/2026 haben ihre Beiträge für den nun von Harald Bodenschatz im Wasmuth Verlag herausgegeben Sammelband überarbeitet und aktualisiert. Zu den Autorinnen und Autoren des mit einem Grußwort von Petra Kahlfeldt und einer Einleitung von Christian Müller versehenen Buches zählen: Peter Lemburg, Markus Tubbesing, Klaus Strohmeyer, Roland Stimpel, Katrin Lompscher, Stephan Natz, Harald Bodenschatz und Tobias Nöfer. Hinzukommen Positionen der Vertreterinnen und Vertreter von Fachverbänden, die ihre Sicht auf die strategischen Implikationen des Werks von Hobrecht vorstellen: Wiebke Ahues, Kerstin Faber, Laura Fogarasi-Ludloff, Susanne Jahn und Manfred Kühne.