Das Cover hatte mich gleich fasziniert, denn es ist wirklich ansprechend gestaltet, auch der Titel klang interessant.
Die Autorin ist annähernd in meinem Alter, womit wir schon mal eine ähnliche Kindheit und Jugend erlebt haben dürften, was die äußeren Umstände betrifft.
An so manchen Stellen habe ich dann auch wirklich Parallelen gefunden und konnte Sichtweisen gut nachvollziehen. Oft war mir das Ganze aber auch zu negativ und zog mich eher runter als dass es aufbauend und tröstend gewirkt hätte.
Der Schreibstil ist zwar locker und meist unterhaltend, aber auch stellenweise irgendwie sprunghaft und anstrengend. Manchmal hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass ich vorwärts blättern möchte, da ich das Gefühl von Wiederholungen hatte.
Es muss absolut nicht am Buch selbst liegen, es kann auch an meiner persönlichen Stimmung gelegen haben, dass es einfach die falsche Lektüre zur falschen Zeit war. Mich hat das Gelesene irgendwie eher deprimiert als aufgebaut.
Das Buch ist unterteilt in kurze Kapitel, die hauptsächlich fünf verschiedenen "Schamkategorien" untergeordnet worden sind: Herkunfts-, Körper-, Geld-, Anstands- und Essensscham.
Es kann helfen, sich mit so manchem Schamgefühl nicht so allein vorzukommen. Ob es direkt eine große Veränderung bringt, liegt natürlich am Leser selbst. Probiert es aus!