Inhalt:
Salzburg 1955. Theresa von Reuschenberg hat sich einen Traum erfüllt und von ihrem Erbe und dem ihres Mannes, das Hotel Goldener Hirsch sowie das Schlosshotel Fuschl gekauft. Mit viel Liebe und einem Kredit von der Bank hat sie die beiden Hotels eingerichtet. Damit zu dem gemacht, was sie nun sind. Die Hotels laufen gut. Gerade finden die Festspiele statt und im Fuschl werden die Sissi Filme gedreht. Doch Theresa plagen auch Sorgen. Was, wenn die Belegungszahlen zurück gehen? Kann sie dann die Kredite noch bedienen? Da taucht ihr Bruder Benedikt, der in Kriegsgefangenschaft geraten war und ein paar Jahre zuvor für tot erklärt wurde, auf. Als er seinen Anteil am Erbe fordert, könnte alles was Theresa sich aufgebaut hat, zerstört werden......
Leseeindruck:
Die Geschichte im Roman "Schlosshotel Fuschl" ist fiktiv, beruht jedoch auf dem Leben von Gräfin Harriet Walderdorff. Es ist ein Einzelband. Das merkt man am Verlauf des Plots. Eben noch kommt es zu Differenzen, kurz darauf löst sich alles auch schon in Wohlgefallen auf. Die Figuren haben nicht viel Zeit sich zu entwickeln. Was nicht heißt, dass sie es nicht gemacht haben. Vor allem Theresas jüngste Tochter Marie hat eine enorme Entwicklung mitgemacht. Sie hat sich anfangs von ihrer großen Schwester Sophia beeinflussen lassen, doch nach und nach stand sie endlich für sich selbst ein und hat sich ihrer Schwester widersetzt. Das Lesen war für mich ein Auf und Ab. Auf der einen Seite waren da die vielen Beschreibungen von Salzburg, den Hotels, den Sissi Filmen sowie die Gedanken der Figuren um diese besser kennenzulernen. Für mein Empfinden hätte das gerne kürzer sein dürfen. Zum anderen waren da Benedikt, Sophia und der Salzbaron Ernst Reichardt, der Theresa's missliche Lage ausnutzen möchte, um ihre Hotels zu kaufen. Sie haben für Spannung gesorgt und der Geschichte eine gewisse Würze gegeben. Das Ende kam dann zwar ziemlich abrupt, hat mir aber richtig gut gefallen.
Fazit:
Insgesamt gesehen hat mir "Schlosshotel Fuschl" sehr gut gefallen. Schade, dass es nur ein Einteiler ist. Die Geschichte hätte noch einiges an Potential gehabt, wenn sich nicht immer alles so schnell aufgelöst hätte. Die Beschreibungen und Gedankengänge waren zwar gut, um von allem ein besseres Bild zu bekommen, mir persönlich aber etwas zu ausschweifend. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.