Vincent hat sein Leben fest im Griff. Als Kapitän seines Teams weiß er genau, was er will und was er sich erlauben kann. Gefühle gehören für ihn definitiv nicht dazu, denn seine Karriere steht immer an erster Stelle. Doch dann sorgt ein Stalker dafür, dass er sich in seinen eigenen vier Wänden nicht länger sicher fühlt. Als er daraufhin bei Brooklyn, der besten Freundin seiner Schwester, einzieht, hätte er nie erwartet, dass es ihm so schwerfallen würde, sich von ihr fernzuhalten. Allerdings ist Brooklyn auch die Tochter seines Trainers und damit für ihn absolut tabu.
Auch in dieser Geschichte war der Schreibstil der Autorin wieder sehr angenehm zu lesen und ich bin schnell in die Handlung hineingekommen. Allerdings hatte ich ein wenig das Gefühl, dass bei der Übersetzung nicht alles ganz rund gelaufen ist. Es gab die klassischen Sie-/Du-Fehler und auch die ein oder andere seltsame Formulierung. Nachdem ich ein großer Fan des ersten Teils war, in dem wir die beiden Protagonisten bereits etwas kennenlernen durften, war ich sehr gespannt darauf, wie sich ihre Geschichte entwickeln würde. Zunächst mochte ich die beiden auch wirklich gerne und es fiel mir leicht, mich in sie hineinzuversetzen. Doch mit der Zeit fiel mir das bei Brooklyn immer schwerer. Sie ist seit zwei Jahren mit dem Studium fertig, arbeitet aber immer noch nur als Praktikantin im Fußballclub ihres Vaters und darf dort kaum eigene Ideen einbringen. Gleichzeitig wundert sie sich, dass sie den Innovator Award nicht erhält. Für mich wirkte diese Erwartung an einigen Stellen etwas schwer nachvollziehbar. Hinzu kommt ihre komplizierte Beziehung zu ihren Eltern. Ihr Vater wirkt im Grunde wie ein guter Mensch, der jedoch völlig überfordert ist, und ich hatte mehrfach das Gefühl, dass ein offenes Gespräch vieles hätte klären können. Ihre Mutter hingegen ist eine wirklich schreckliche Persönlichkeit, weshalb ich es schade fand, dass Brooklyn erst durch Vincent den Mut findet, hier klare Grenzen zu ziehen. Vincent mochte ich dagegen deutlich lieber. Nach außen wirkt er kontrolliert und distanziert, doch hinter dieser Fassade steckt deutlich mehr, als man zunächst vermuten würde. Man merkt schnell, dass er für die Menschen, die ihm wichtig sind, fast alles tun würde. Die Anziehung zwischen ihm und Brooklyn ist von Anfang an spürbar, auch wenn sich ihre Beziehung im Verlauf der Geschichte teilweise sehr langsam entwickelt. Trotz anfänglicher Startschwierigkeiten geben die beiden ein tolles Paar ab und ich habe mich sehr über ihr Happy End gefreut.
Eine emotionale Sports-Romance mit etwas schwächerer Protagonistin, die mich in Summe aber doch überzeugen konnte. Von mir gibt es 3,5 Sterne.