Besser als der Vorgänger und diesmal habe ich Bei der Beziehung richtig mitgefiebert
Zuallererst: Ich mochte dieses Buch mehr als Band 1, wenn auch nur ein kleines Stück. Aber manchmal reicht genau das, um den Unterschied zu spüren. Dieses Mal liegt der Fokus noch stärker auf der Beziehung zwischen Nataly und Dylan. Die Nebencharaktere rücken dadurch noch weiter in den Hintergrund, was ich einerseits schade finde, weil die Welt dadurch etwas an Tiefe verliert. Andererseits verstehe ich die Entscheidung: Das Buch weiß genau, worauf es hinauswill und zieht das konsequent durch. Und genau hier liegt auch seine Stärke. Denn das, was den Nebenfiguren fehlt, holen Nataly und Dylan mehr als nur auf. Ich habe die beiden wirklich geliebt. Ihre Neckereien, die kleinen Streitereien, diese süßen, leisen Momente dazwischen, all das fühlt sich lebendig und echt an. Man merkt, dass zwischen ihnen etwas knistert. Der Einblick in die E-Sport-Welt hat mir ebenfalls gefallen, auch wenn er eher im Hintergrund bleibt und nicht so tief ausgearbeitet ist, wie er sein könnte. Dennoch gibt er der Geschichte eine schöne Kulisse, die sie besonders macht. Schade fand ich jedoch, Dass das Thema mit Natalys familie zwar angerissen und erklärt wird, es Aber nie gelöst wird und sie nie mit ihrer Familie über ihre Gefühle spricht. Denn das was Nataly da macht ist nicht normal und sollte es für niemanden sein, auch wenn ich das selbst von Mir kenne und ebenfalls niemals darüber sprechen würde, was es auf der anderen Seiten ja wieder realistisch macht.