
Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie zusammenzudenken, gilt als zumindest umstritten. Andreas Nehring verortet in seinen Aufsätzen, die aus zwei Jahrzehnten in diesem Band zusammengetragen sind, beide Disziplinen im Kontext der Kulturwissenschaften und setzt sich für einen produktiven Umgang ein. Dazu analysiert er Austauschprozesse, Verwandlungen sowie Rekontextualisierungen religiöser Vorstellungen und Praktiken aus der Perspektive der Cultural Studies und der postkolonialen Theorie. Es zeigt sich, dass beide Ansätze dabei voneinander profitieren und Interkulturelle Theologie, wenn sie ihren Blick auf Prozesse der Inkulturation und auf die kolonialen Kontaktzonen richtet, einen Beitrag zu einer globalen Religionsgeschichte leisten kann.
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