Meine Meinung zu dem Buch:
Ist das erste Buch was ich von dem Autor gelesen habe und ich bin total begeistert und das Cover hat mich sofort angesprochen.
Ich bin ohne große Erwartungen an die Geschichte rangegangen und wurde echt kalt erwischt. Es geht um Tom Borg, einen Schriftsteller, der gerade völlig auf dem Trockenen sitzt. Er bekommt keine Zeile mehr zustande und sein Kopf macht einfach komplett dicht. Genau in dieser Phase passiert direkt vor seinen Augen etwas, das eins zu eins aus seinen eigenen dunklen Ideen stammen könnte. Dass seine Fantasie und die harte Realität plötzlich so krass verschmelzen, hat mich sofort gepackt. Man verliert beim Lesen irgendwann selbst das Gefühl dafür, was eigentlich noch wahr ist, weil alles so unsicher und neblig wird.
Man rast förmlich durch die Story, weil der Erzählfluss einen total mitreißt. Trotzdem liegt die ganze Zeit so eine schwere, ungemütliche Stimmung in der Luft, die aber perfekt zu der brenzligen Lage passt. Tom ist als Hauptperson auch richtig gut gelungen. Er wirkt in seiner ganzen Überforderung und Panik so verdammt echt, dass man beim Lesen richtig mit ihm mitleidet und einfach nur hofft, dass er aus der ganzen Sache irgendwie unbeschadet wieder rauskommt.
Richtig gut gemacht ist dieses Spiel mit der Psyche, bei dem man sich ständig fragt, wer hier eigentlich wen manipuliert. Es geht um die Frage, wer am Ende die Fäden in der Hand hält, was für eine enorme Spannung sorgt. Auch wenn mich die Auflösung am Ende nicht ganz so umgehauen hat wie der Rest des Buches, bleibt das Gesamterlebnis richtig stark. Es ist genug Potenzial da, um sofort wissen zu wollen, wie es in einem zweiten Teil weitergeht. Wer mal wieder eine Story braucht, die einen nicht so schnell loslässt, sollte hier ohne langes Überlegen zugreifen.
Eine absolute Empfehlung meinerseits.