Titel und Kurzbeschreibung haben mich zum Lesen dieses Buches angezogen.
Kurze Zusammenfassung:
In einem Berghotel wollen Dorte und ihre Geschwister die goldene Hochzeit ihrer Eltern feiern. Doch plötzlich zieht ein Unwetter auf, das sie alle unfreiwillig zusammenrücken lässt. Hier treten unterdrückte Konflikte und Familiengeschichten zu tage. Dann tauchen auch noch zwei Jäger auf, die auf Wolfsjagd sind
Mein Leseeindruck:
Schon der Titel lässt nichts Gutes erahnen und genau dieses beklemmende Gefühl zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Das Unwetter verbindet auf spannende Weise Elemente einer Familiengeschichte mit unterschwelliger Thriller-Atmosphäre, was mir persönlich zunächst gut gefallen hat.
Im Mittelpunkt steht eine Familie, die sich anlässlich der goldenen Hochzeit der Eltern in einer abgelegenen Berghütte versammelt. Was als feierliches Zusammenkommen gedacht ist, kippt schnell: Ein Unwetter schneidet sie von der Außenwelt ab. Die Situation wirkt von Anfang an angespannt.
Der Schreibstil ist angenehm und gut strukturiert. Besonders gelungen ist die Erzählweise aus wechselnden Perspektiven der einzelnen Figuren. Dadurch entsteht ein vielschichtiges Bild der Familie, ohne dass man sich in einer Ich-Perspektive verliert.
Misstrauen macht sich breit, alte Konflikte brechen auf, und man merkt schnell: Dieses Unwetter tobt nicht nur draußen, sondern auch zwischen den Menschen.
Als dann noch zwei Jäger auftauchen, die auf Wolfsjagd sind, verschärft sich die ohnehin angespannte Lage zusätzlich. Die Bedrohung bekommt eine neue, unberechenbare Komponente.
Ein Kritikpunkt ist für mich ein etwas langatmiger Mittelteil, in dem sich die Handlung ein wenig zieht. Hier hätte man die Spannung etwas straffer halten können. Das Ende kommt plötzlich und lässt mich dann auch noch etwas ratlos zurück.
Fazit:
Eine atmosphärisch dichte Mischung aus Familiengeschichte und Thriller mit geheimnisvoller Grundstimmung. Vollständig überzeugen konnte mich dieses Buch dann allerdings nicht.