Bei genauer Betrachtung nur ein ganz normaler Thriller
Lowen arbeitet als durchschnittliche Schriftstellerin in New York und ist mehr als überrascht, als ihr angeboten wird, die Romanreihe von Verity Crawford zu beenden. Verity ist sowas wie Freida McFadden, also mega angesagt und weltberühmt. Dass das Angebot von Veritys Ehemann Jeremy kommt, macht Lowen umso sprachloser. Aber natürlich nimmt sie die Einladung an, im Haus der Crawfords eine zeitlang zu leben und sich durch Veritys Notizen, Aufzeichnungen und Gedanken zu wälzen. Denn fragen kann sie die populäre Autorin nicht mehr. Seit einem Autounfall liegt sie im Wachkoma und vegetiert in ihrem Zimmer vor sich hin. Bei ihrer Suche nach Inspirationen, um den nächsten Roman weiterschreiben zu können, fallen Lowen Manuskripte in die Hände, die sie anfängt zu lesen. Das hätte sie besser nicht machen sollen. Denn so erfährt sie die schockierende Wahrheit über Verity Crawford.Als ich das Buch gelesen habe, dachte ich mir nur: "Wer denkt sich so eine kranke Scheiße aus?".Colleen Hoover hat das ja alles zu Papier gebracht und auch wenn das nur ein Roman ist, irgendwo sind da dann doch ein paar Stellrädchen durcheinander gekommen. Denn was da alles haarklein beschrieben wird, ist manchmal echt schwer auszuhalten. Und dann wird das Buch richtig, richtig gut. Und dann wird das Buch richtig, richtig durchschnittlich. Und dann kommt das Ende und ich blätter weiter...."Danksagung".....Hä? Wie jetzt? Ist zuende? Was war das denn? Also nein, das hat ihr Stern Nummer 4 ganz zurecht gekostet. Denn wenn ich die Geschichte nochmal Revue passieren lasse, dann war das eigentlich nur ein ganz gewöhnlicher Thriller, mit einem (zugegeben guten) Plottwist. Im Endeffekt ist das alles nur plakativ aufgeblasen, wir formulieren einfach mal krassen, shocking Shit, dann reden die Leute schon drüber. Und verfilmt ist es ja jetzt auch noch worden. Somit alles richtig gemacht. Wobei die Idee wirklich ziemlich gut ist. Sie wird aber einfach im letzten Drittel des Buches nicht konsequent zuende geführt. Da kam ich mir dann schon ein wenig verarscht vor. Und man muss bedenken, dass der Epilog erst 4 Jahre nach Erscheinen des Buches hinzugefügt worden ist. Das hätte man sich gerne sparen können. Aber hey, Mrs. Hoover konnte wenigsten all ihre sexuellen Fantasien mal zu Papier bringen. Also wenn das kein Höhepunkt war, dann weiß ich auch nicht. Ich jedenfalls blieb unbefriedigt zurück.