"Bloodlines" ist der Auftakt von Alea Villains neuer Maledictus Academy Reihe und hat sofort mein Herz erobert.
Auch optisch ist das Buch mehr als gelungen. Das eher schlichte Cover mit dem Wappen der Academy wirkt edel, und die Farben spiegeln den Kontrast der beiden Protagonisten sehr gut wider.
In Bloodlines lernen wir Aleandra kennen. Sie ist eine Fae und wird nach dem Tod ihres Vaters verstoßen. Und dann ist da noch Castiel. Er ist ein Vampir und damit ihr Todfeind. Gleichzeitig ist er aber auch ihre einzige Chance, an der Academy zu überleben.
Aleandra hat mir als Protagonistin besonders gut gefallen. Sie hat viel verloren und trägt großen Schmerz in sich, ist aber gleichzeitig unglaublich stark und steht für sich selbst ein. Selbst wenn sie am Boden liegt, kämpft sie weiter. Für mich hat sie eine starke Vorbildfunktion. Ihr Schmerz und ihr Wunsch nach Rache treiben sie an und man fühlt von Anfang an mit ihr mit.
Castiel hingegen bleibt lange schwer greifbar. Seine geheimnisvolle, mystische Art macht ihn jedoch umso faszinierender. Es gab Momente, in denen ich ihn nicht wirklich leiden konnte, und andere, in denen ich ihn wirklich mochte.
Zwischen den beiden knistert es spürbar. Die verbotene Anziehung ist durchgehend präsent und sorgt für eine intensive Dynamik. Auch die intimen Szenen fügen sich gut in die Geschichte ein und haben mir besonders gefallen.
Das Setting rund um die Academy ist unglaublich atmosphärisch beschrieben. Die düsteren und mystischen Vibes ziehen sich durch das gesamte Buch und schaffen eine packende Stimmung.
Der Schreibstil von Alea (bzw. Daphne) ist wieder sehr angenehm. Sie schreibt wie gewohnt flüssig, lebhaft und fesselnd. Gedanken, Gefühle und Atmosphäre werden so detailreich beschrieben, dass man sich schnell in der Geschichte verliert. Die Spannung bleibt konstant hoch, da immer neue Geheimnisse und Fragen aufgeworfen werden. Auch die Kampfszenen sind anschaulich dargestellt, sodass man sich mitten im Geschehen fühlt. Besonders die Hintergründe rund um die verschiedenen Clans fand ich extrem spannend, da sie der Geschichte eine frische und interessante Tiefe verleihen.
Abschließend würde ich Bloodlines als düstere Romantasy mit Slow-Burn-Elementen und einer starken Story beschreiben. Das Ende hat es in sich und hinterlässt einen fiesen Cliffhanger.
Bloodlines ist düster, verboten heiß und eine emotionale Achterbahnfahrt im absolut positiven Sinne.