Es gibt Bücher, bei denen ich schon nach den ersten Seiten spüre, dass sie etwas Besonderes sein könnten. Burning Daylight hatte für mich genau dieses Potenzial. Die Idee hinter der Geschichte hat mich sofort neugierig gemacht und Emily McIntire versteht es definitiv, eine intensive und düstere Atmosphäre zu erschaffen. Immer wieder gab es Szenen, die mich wirklich gepackt haben und die ich mit Spannung verfolgt habe.
Trotzdem bin ich am Ende etwas zwiegespalten zurückgeblieben.
Die Geschichte hatte viele starke Momente und ich mochte die Grundidee wirklich gerne. Auch der Schreibstil ließ sich angenehm lesen und sorgte dafür, dass ich immer wissen wollte, wie es weitergeht. Trotzdem fehlte mir etwas ganz Entscheidendes: die emotionale Verbindung zwischen den Hauptfiguren.
Ich habe die Anziehung zwischen ihnen durchaus wahrgenommen, aber sie war für mich zu schnell da. Vor allem die spicy Szenen haben mich überrascht, weil sie schon früh eingesetzt haben, obwohl ich das Gefühl hatte, dass sich die beiden noch gar nicht richtig kennengelernt hatten. Mir fehlten diese kleinen Momente dazwischen Gespräche, Blicke oder Situationen, in denen langsam Vertrauen entsteht und man als Leserin merkt, warum diese beiden Menschen sich ausgerechnet ineinander verlieben.
Manchmal entsteht das größte Knistern nicht im Schlafzimmer, sondern in den Momenten davor.
Genau dieses langsame Prickeln habe ich hier vermisst. Die körperliche Anziehung stand für mich häufig im Vordergrund, während die emotionale Entwicklung etwas auf der Strecke blieb. Dadurch konnte ich ihre Beziehung zwar nachvollziehen, aber nicht wirklich mitfühlen.
Was mir am längsten im Gedächtnis bleiben wird
Die düstere Stimmung und das Potenzial der Geschichte. Es gab immer wieder Szenen, in denen ich dachte: Genau das habe ich mir von diesem Buch erhofft. Umso mehr hätte ich mir gewünscht, dass die Beziehung der beiden etwas mehr Zeit bekommt, sich zu entwickeln.
Mein Fazit
Burning Daylight ist für mich ein Buch mit einer richtig spannenden Grundidee und einigen wirklich starken Momenten. Emily McIntire schafft eine intensive Atmosphäre und weiß, wie sie Spannung aufbaut. Leider konnte mich die Liebesgeschichte emotional nicht ganz erreichen. Zwischen den Hauptfiguren fehlte mir dieses langsame Knistern, das eine gute Romance für mich ausmacht, und die spicy Szenen kamen für meinen Geschmack einfach zu früh.
Ich habe das Buch trotzdem gerne gelesen und bereue die Lesezeit nicht. Am Ende blieb bei mir aber vor allem das Gefühl zurück, dass die Geschichte ihr volles Potenzial nicht ganz ausgeschöpft hat.