Nach dem Lesen des ersten Bandes hätte ich nicht gedacht, dassLight Up the Skydie Geschichte noch einmal übertreffen könnte. Zu Beginn des zweiten Teils war ich daher eher skeptisch - doch dieses Gefühl hielt nicht lange an. Denn das Ende hat mich vollkommen überrascht und tief berührt.Wie bereits im ersten Band konnte michEmma ScottsSchreibstil erneut voll überzeugen. Er ist flüssig, rund und emotional, sodass ich mich schnell wieder in der Geschichte zurechtgefunden habe und mühelos durch die Seiten getragen wurde.Besonders gelungen fand ich die Weiterentwicklung der Charaktere, die auf mich sehr realistisch und glaubwürdig wirkte.<br data-start="842" data-end="845">Autumn ist deutlich erwachsener und reifer geworden. Zwar bleibt sie ein sehr gefühlsbetonter Mensch, doch ihre Entscheidungen wirken überlegter und reflektierter, was ihre persönliche Entwicklung schön unterstreicht.Connor hingegen hat mich im zweiten Band stellenweise etwas frustriert. Seine Erlebnisse im Krieg und die daraus resultierende posttraumatische Belastungsstörung sind nachvollziehbar und sensibel dargestellt. Dennoch fiel es mir schwer, seinen innerlichen Rückzug und vor allem das Gefühl, Weston im Stich zu lassen, zu akzeptieren - insbesondere vor dem Hintergrund ihrer jahrelangen Freundschaft. Gleichzeitig ist mir bewusst, dass jeder Mensch traumatische Erfahrungen auf seine eigene Weise verarbeitet, was sein Verhalten wiederum realistisch erscheinen lässt.Weston war auch in diesem Band ein unglaublich starker und berührender Charakter. Seine persönliche Entwicklung ist beeindruckend. Die Querschnittslähmung stellt einen massiven Einschnitt in sein Leben dar, doch ich hatte das Gefühl, dass er letztlich daran gewachsen ist. Mit der Unterstützung seines Professors, der ihm einen entscheidenden Anstoß gibt, richtet er sein Leben neu aus und schlägt einen Weg ein, der sich für ihn richtig anfühlt. Auch die Verarbeitung seines Kindheitstraumas wird sensibel und glaubwürdig dargestellt.Die emotionale Dynamik zwischen Autumn, Connor und Weston ist im zweiten Teil sogar noch intensiver als zuvor. Verrat, Vertrauensbrüche und Enttäuschungen sind ebenso spürbar wie Liebe, Verbundenheit und tiefe Freundschaft. Beim Lesen konnte ich all diese Gefühle nahezu körperlich miterleben - mehr als einmal kamen mir die Tränen. So stark mitzufühlen ist mir schon seit Jahren bei keinem Buch mehr passiert.Light Up the Skysteckt voller Emotionen und Tiefe. Ich bin begeistert davon, wie sehr mich dieses Buch bewegt hat, und habe mir direkt weitere Werke vonEmma Scottgekauft.Eine absolute Leseempfehlung für alle, die emotionale Geschichten mit starken Charakteren und intensiven Beziehungen lieben.