Das Geheimnis des Geigenbauers erzählt von einer geheimnisvollen Geige, die wunderschöne Klänge hervorbringt und durch Zufall drei Menschen zusammenführt, die sonst kaum etwas gemeinsam haben.Die Geschichte wird in zwei Zeitsträngen erzählt. Einer davon spielt in der Gegenwart und führt die drei Hauptcharaktere zusammen. Sie könnten unterschiedlicher kaum sein und doch sind sie alle von der Geige fasziniert. Ihre Geschichte verfolgen wir im zweiten Handlungsstrang und erfahren dabei nicht nur, wie die Geige geschaffen wurde, sondern auch, durch welche Hände sie im Laufe der Zeit gegangen ist.Musik selbst hat bereits etwas Beruhigendes, daher verwundert es nicht, dass auch diese Geschichte eine ganz besondere Ruhe ausstrahlt. Evie Woods verzaubert mal wieder mit ihrem atmosphärischen Schreibstil und einer ebenso zauberhaften Geschichte.Schade, dass man Bücher nicht hören kann, denn ansonsten bin ich mir sicher, dass die Klänge der Geige die Lesenden zusätzlich in ihren Bann gezogen hätten. Doch auch ohne sie hören zu können, schafft es die Autorin, die Musik allein durch ihre Worte lebendig werden zu lassen.Die Entwicklung der Geschichte hatte für mich genau das richtige Tempo. Fast wie ein Musikstück, das leise beginnt, sich immer weiter aufbaut und schließlich in einem voluminösen Finale endet, dessen Klänge auch danach noch im Körper nachhallen.Evie Woods hat auf jeden Fall mal wieder Großartiges geleistet und eine Geschichte geschaffen, bei der man sich einfach rundum wohlfühlt. Für mich ein wunderschönes und atmosphärisches Leseerlebnis, das noch ein wenig nachklingt.