Eine berührende Geschichte über mehrere Zeitebenen
¿¿¿ ¿¿¿¿¿¿¿¿¿ ¿¿¿ ¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿ ist mein vierter Roman von EVIE WOODS - bislang ist ihr erster - ¿¿¿ ¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿ ¿¿¿¿¿¿¿¿¿ - mein Favorit. Der Verlag gibt sich wahnsinnig viel Mühe mit der Gestaltung ihrer Bücher, eines ist schöner als das andere und die Farbschnitte sind ein Traum ¿ Devlin, Walter und Gabrielle haben jede:r mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen. Als eine unersetzbare, gestohlene Geige in ihren Besitz kommt, finden ihre Wege zueinander. Der Plot ist eher slow, es geht viel um das Innenleben der Figuren, jede erhält ihre eigene Erzählperspektive. Die tiefen Schichten, Verbundenheit und das zu sich selbst finden haben mich tief berührt, vor allem bei dem alten Walter.Erst beim zweiten Blick erkennt man, dass es eine ergreifende Geschichte über zweite Chancen im Leben ist, über Hoffnung, innere Kämpfe und Verbundenheit. Die Autorin hat die Erzählstränge meisterlich subtil zusammengeführt. Die Suche nach der Klassifizierung der Geige konnte mich leider nicht soo abholen, ohne einen Grund nennen zu können, obwohl es z.T. actionreich zuging. Vlt weil wir das Geheimnis von Anfang an kennen?Dafür aber ganz besondersdie Szenen aus der Vergangenheit, die das Buch auf einer anderen Ebene zu etwas Besonderem machten: SPOILER: Dort erhält die Geige selbst eine Stimme. Sie erzählt von einem Mädchen, das von ihrer Schwester ertränkt wurde am Tag der Rückkehr ihrer großen Liebe. Die Stimme der Sängerin wird von ihm in der Geige gefangen genommen. Diese Szene hat mich etwas sehr zerstört, auch das Ende ihrer Geschichte. Mit der Geige selbst habe ich deshalb am meisten gefiebert, wie sie über Jahrhunderte hinweg von Besitzer zur Besitzer reiste und später das Grab ihres Liebsten fand. Der Roman ist vielschichtiger als zunächst angenommen, was sich erst im Laufe der Handlung richtig offenbart. Es wurden auch wieder Gesellschaftskritik, Feminismus und Mental Health thematisiert.