Die Nackenhaare des Lesers richten sich auf, während die attraktive Sidney sich in der Datingwelt verliert. Der Mord an ihrer Freundin Bonnie ist nur eine bittere Nebenwirkung von vielen. Wer hat Bonnie umgebracht und warum?
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Atmosphäre: voll von Misstrauen und Rätselraten
Kernthema: Dating und menschliche Abgründe.
Spannung: kurze Abschnitte und verwobene Handlungsstränge machen die Story zum Pageturner
Für Fans von: stark handlungsbezogener Spannung
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WORUM ES GEHT:
Sidney und ihre Freundin Bonnie nutzen beide auf der Suche nach einer ernsthaften Beziehung eine lokale Dating-App. Während Bonnie offenbar Glück und scheinbar ihren idealen Traumpartner gefunden hat, gerät Sidney bei ihrem Date an eine skurrilere Art von Dating-Partner. Er lässt über Tage nicht locker und verschwindet erst durch eine klare Ansage von Bonnie.
Als Bonnie am nächsten Tag brutal ermordet aufgefunden wird, beginnt das Rätselraten. Hat ihr Tod mit der App zu tun? Oder mit dem komischen Typen, mit dem Sidney sich getroffen hat?
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MEIN EINDRUCK:
Auch der McFadden-Thriller Der Freund besticht durch eine rasante Reise durch die Geschichte, wobei die Story vornehmlich durch die Handlung bestimmt wird. Die Charaktere bekommen eher weniger Tiefgang und sind für mich austauschbar.
Trotzdem ist durch die geschickte Verknüpfung zweier Handlungsstränge mit Zeit- und Perspektivwechseln die Spannung zu jedem Zeitpunkt gegeben. Es fällt sehr schwer, bei den kurzen Kapiteln und Cliffhangern, das Buch zur Seite zu legen. Das spricht für den hervorragenden Plot, den man von McFadden gewohnt ist.
Tatsächlich konnte ich hervorragend miträtseln und war von der Auflösung am Ende dann doch überrascht, da mir viele falsche Fährten in den Weg gelegt worden sind. Übelnehmen kann ich das der Autorin nicht, im Gegenteil. Über die finale Motivation der Charaktere musste ich allerdings nach Abschluss des Buches noch einmal nachdenken. Ich kann die finalen Handlungen der Figuren nicht immer nachvollziehen. Ich denke, dass die Glaubwürdigkeit am Ende unter der maximalen Überraschung und Wendung leidet. Freida McFadden hat aber keine losen Enden hinterlassen.
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MEIN FAZIT:
Da die Figuren für mich etwas blass bleiben, fehlt mir die emotionale Bindung zu den Charakteren. Man fiebert zwar mit und wartet auf die nächsten Ereignisse, aber man selbst fühlt die Figuren nicht richtig. Die Handlung ist sehr mitreißend, Wendungen kommen meist überraschend. Für mich ist dies das sich wiederholende Freida-McFadden-Muster. Insgesamt bleibt es in jedem Fall eine durchgehend lesenswerte und unterhaltsame Lektüre für zwischendurch.