Hera Lind hat einen weiteren, großen Roman nach wahren Begebenheiten geschrieben. Das Leben ist hart und grausam und Helene eine starke Frau
Helene ist jugendlich und lebt 1905 in Runau. Eines Tages ändert sich das Leben für immer. Sie muss den Großbauern Otto heiraten. Er ist herrisch, gewaltsam und macht sie für alles Leid verantwortlich und bei jeder Geburt ist er erst liebevoll, aber immer wenn sie wieder schwanger wird, bekommt sie seine Härte zu spüren. Die Kinder wachsen in diesem schlimmen zu Hause auf und müssen dem Vater gehorchen. Der Erste Weltkrieg verändert nicht nur die Welt, sondern auch Helenes Leben, denn Otto kehrt nicht mehr zurück. Langsam baut sie sich mit ihren Kindern ein neues Leben auf und scheint endlich Glück zu fühlen und dann trifft sie Ewald, einen attraktiven und humorvollen Grenzsoldaten. Die Liebe entflammt und der jüngere Mann, schenkt ihr weitere Kinder. Das Glück könnte perfekt sein, aber der Nationalsozialismus nimmt Deutschland ein und der Zweite Weltkrieg fordert nicht nur Deutschland alles ab, sondern auch Helene und ihrer Familie und nicht jedes Kind kehrt zurück. Hera Lind hat einen weiteren, großen Roman nach wahren Begebenheiten geschrieben. Das Leben ist hart und grausam und Helene eine starke Frau. Das Buch wühlt auf und erschüttert und mich hat es zum Teil wütend gemacht, was die Familien damals alles erleiden/erdulden mussten (meine eigene auch) und heute wird wegen Zipperlein gejammert und fühlt sich ungerecht behandelt. Ein wichtiger Roman, ein starkes Buch und ein Zeugnis der Zeit. Sollte viel mehr gelesen und verbreitet werden, denn die Geschichte ist eigentlich ein großartiger Lehrer und Hera Lind vermittelt es auf ihre ganz eigene, wunderbare Art und Weise.