Ich glaube, noch kein Thriller hat mich so zu Tränen gerührt (oder auch: Ich habe Rotz und Wasser geheult).
Themen:cold case, Geheimnisse, Lügen, Freundschaft, verpasste ChancenRezension:Ich bin mit der festen Überzeugung an das Buch rangegangen, dass die ganzen Rezensionen auf Social Media übertrieben haben. Wie bewegend kann ein Thriller denn auch sein? Spoiler Alert: Ich habe geweint - und das nicht wenig.Bereits bei der "A Good Girl's Guide to Murder"-Reihe habe ich die Bücher inhaliert und auch bei "Not Quite Dead Yet" ist das Buch kaum aus der Hand zu legen. Bei Holly Jacksons bildlich-beschreibendem Schreibstil fliegt man durch die Zeilen, und die allmählich ansteigende Spannung durch den größer werdenden Zeitdruck lässt keine Zeit für lange Lesepausen.Jet ist eine sehr direkte Protagonistin, die durch ihren trockenen Humor nicht nur zum Schmunzeln bringt, sondern mit ihrer Lebenseinstellung mitten ins Herz trifft. Mit Mitte zwanzig glaubt man, noch alle Zeit der Welt zu haben, um seinen Weg im Leben zu finden. Was also tun, wenn einem die Zeit plötzlich davonläuft? Ich habe sehr mit Jet gefühlt, gehofft und mitgefiebert. Ihr Ende ist von Anfang an festgeschrieben und doch hat es mich zerrissen. Billy als ihr "Sidekick" kann man nur ins Herz schließen, was die Emotionen nur noch mehr Wellen schlagen lässt.Die Spannung steigt langsam mit Verstreichen der Zeit, die Liste an Verdächtigen bleibt lange offen und in Jets Fall spielen einige neue und alte Ereignisse eine Rolle, bis sich letztendlich alle Nebenhandlungen zu einem erschreckenden Gesamtbild zusammenfügen."Not Quite Dead Yet" hat mich schockiert, gefesselt, zum Lachen, aber auch schrecklich zum Weinen gebracht. Die Rezensionen haben nicht übertrieben, das Buch ist wirklich so gut.