Nach dem Tod ihrer Tante erbt Nami das Haus ihrer Kindheit. Doch das soll keiner wissen, denn für sie soll es der Ort der Zuflucht werden, der er früher einmal war. Nach einer endlosen Odyssee auf der Straße kommt sie mit ihrem Bruder und ihrem kleinen Sohn in dem kleinen Ort Rose Village an. An dem doch irgendwie nichts mehr so zu sein scheint, wie damals, als sie ihn abrupt verlassen hat. Doch die Menschen, die fehlen, sind nichts gegen den Geist, der kurz darauf vor ihrer Tür steht.
"Liebe in Sicht" verbindet den Wunsch aus seinem alten Leben auszubrechen mit der Flucht in alte Probleme und der Erkenntnis, dass Schweigen nicht als Lösung dient. Die Protagonisten pendeln zwischen Vergangenheit und Gegenwart. In der Geschichte werden verschiedene Ausformungen von physischen und psychischen Problemen aufgrund von Lebenssituationen und unterschiedliche Herangehensweisen zum Umgang mit selbigen thematisiert und die daraus folgenden Handlungen. Neben den "schweren" Themen werden aber auch Freundschaft, Gemeinschaft, Neuanfang und Hilfsbereitschaft ausgiebig beleuchtet.
Für den Leser bietet sich die Möglichkeit, sich einige Male zu fragen, wie man selbst mit solchen Situationen umgehen würde und vielleicht auch was man selbst aus so einer Situation für seine Handlungen ableiten könnte.
Kein leichter Sommerroman, aber eine Geschichte mit Herz.