Ich liebe Portal-Fantasy: Plötzlich stolpern die unwissenden Protagonisten in eine Welt, die sie dann erst einmal verstehen müssen. Das bietet total viel Potential & manchmal stelle ich mir vor ich könnte selbst heute spontan irgendwo durch ein Portal fallen.
In Rebeccas Reise fallen wir gemeinsam mit unserer Protagonistin durch ein solches Portal und stürzen uns mitten hinein ins Abenteuer. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, aber ich hatte auch meine Schwierigkeiten.
Was ich mochte:
Eine Protagonistin über 20 (!!!) - JA ihr habt richtig gelesen, Rebecca ist nicht nur über 20 sondern auch Mutter, daraus ergaben sich tolle Spannungsfelder, die mMn auch gut von der Autorin umgesetzt wurden. Sie ist außerdem stark & mutig, wenn ich auch an einigen Stellen meine Probleme mit ihr hatte.
Das Worldbuilding - Mysteriöse Magie, tückische Kobolde, Steinriesen, böse Schattenwesen - stellenweise war es richtig düster & gruselig (und sehr atmosphärisch). Auch die Geschichte des Landes, die immer wieder mit eingeflochten wurde, macht definitiv Lust auf mehr.
Ich mochte wie mystisch und naturverbunden das ganze war! Und gerade zum Ende hin wurde es auch richtig spannend.
Dennoch habe ich auch ein bisschen Kritik, die meinem Spaß an der Geschichte per se aber keinen großen Abschlag getan hat:
Stellenweise verliert sich die Handlung etwas in Beschreibungen, da hätte man meiner Meinung nach gut kürzen können - mehr show, weniger tell.
Die Handlungen & Emotionen der Charaktere wechselten für mich manchmal zu schnell, im einen Moment ist jemand stolz, dann plötzlich spöttisch / teilnahmslos, dann wieder freundlich. Verwirrend.
Was mich unglaublich genervt hat war, das gefühlt alle der Typen Rebecca die ganze Zeit Kleines oder Mäuschen genannt haben. Ich verstehe, dass das zu den Charakteren passt, hätte es für mich einfach nicht gebraucht.
Dennoch bin ich gespannt auf Band 2!