Jonathan Huddleston untersucht das Buch Genesis als Ganzes, geht dabei jedoch vor allem auf die Erwartungen der Judäer zur Zeit des Persischen Reichs ein. Während manche die Entstehungsgeschichte in Genesis den Weissagungen durch die Propheten gegenüberstellen, deuten literarische und historische Belege darauf hin, dass das Buch Genesis die Entstehung Israels relativ genau erzählt, um einen Grundstein für die Hoffnungen Judäas auf eine eschatologische Wiederherstellung zu legen.
In this study, Jonathan Huddleston examines Genesis as a rhetorical whole, addressing Persian-era Judean expectations. While some have contrasted Genesis' account of origins with prophetic accounts of the future, literary and historical evidence suggests that Genesis narrates Israel's origins precisely in order to ground Judea's hopes for an eschatological restoration. Promises to the ancestors semiotically apply to those who preserved, composed, and received the text of Genesis. Judea imagines its mythic destiny as a great nation exemplifying and spreading blessing among the families of the earth. Genesis' vision of Israel's destiny coheres with the postexilic prophetic eschatology, identifying Israel as a precious seed to carry forward promises of a yet-to-be-realized creation fruitfulness. Because this future requires a coming divine visitation, Genesis cannot be attributed to an anti-eschatological hierocracy. Rather, it reflects the same Persian-era Judean synthesis that produced the temple-oriented restoration eschatology of the prophetic corpus. Jonathan Huddleston untersucht das Buch Genesis als Ganzes, geht dabei jedoch vor allem auf die Erwartungen der Judäer zur Zeit des Persischen Reichs ein. Während manche die Entstehungsgeschichte in Genesis den Weissagungen durch die Propheten gegenüberstellen, deuten literarische und historische Belege darauf hin, dass das Buch Genesis die Entstehung Israels relativ genau erzählt, um einen Grundstein für die Hoffnungen Judäas auf eine eschatologische Wiederherstellung zu legen. Versprechungen an die Stammväter gelten für jene, die die Texte des Buches Genesis aufbewahrt, zusammengestellt und erhalten haben. Judäa malt sich sein mythisches Schicksal als große Nation aus, die als Vorbild dient und ihren Segen unter den Familien der Erde verbreitet. Der Weitblick des Buches Genesis im Bezug auf das Schicksal Israels hängt mit der nachexilischen prophetischen Eschatologie zusammen, die Israel als wertvollen Samen versteht, der das Versprechen einer noch nicht verwirklichten schöpferischen Fruchtbarkeit in sich trägt.