Ich gebe den Buch 3,5 ¿. Eine nette Second Chance Story, die mich unterhalten hat.
¿Am Anfang hatte ich ehrlich gesagt ein paar Schwierigkeiten, richtig in die Geschichte einzutauchen. Das lag zum einen am Perspektivwechsel: Ama erzählt die Geschichte in der Gegenwart, während Elliot aus der Vergangenheit die Geschichte wiedergibt. Zum anderen war mir Ama zu Beginn nicht besonders sympathisch.¿Sie hat ihre Ausbildung bei der größten Hochzeitsplanerin in ihrem Heimatort Sacramento absolviert und war ihrer Chefin gegenüber extrem loyal, fast schon hörig. Das konnte ich zwar nachvollziehen, denn ihre leibliche Mutter war kaum präsent, da sie mit ihrer zehnten oder vierzehnten Hochzeit beschäftigt war. So hat Amas Chefin für sie die Mutterrolle unwissentlich übernommen. Von ihrer eigentlichen Mutter hat Ama hingegen vor allem eines gelernt: dass es keine wahre Liebe gibt und jede Beziehung irgendwann endet.¿Was mir allerdings schwerfiel, war Amas fehlendes Gespür für persönliche Grenzen, vor allem in ihren Interaktionen mit Elliot, weniger bei ihren Hochzeitspaaren. Ich dachte mir so oft: read the room. Elliot ist jemand, der Menschen eher meidet, eigentlich auch Blumen nicht mag, wobei sich das Letztere im Laufe der Zeit ändert. Wenn er jedoch jemanden einmal an sich heranlässt, dann liebt er mit allem, was er hat. Ama ist ihm gegenüber anfangs nicht wirklich ehrlich, und ich hatte oft das Gefühl, dass sie ihn eher benutzt, indem sie ihm Sex anbietet, statt sich wirklich für den Menschen Elliot zu interessieren. Das hat mir persönlich überhaupt nicht gefallen. Hätte Elliot allerdings von Anfang an gewusst, woran er ist, gäbe es diese Geschichte wohl nicht, denn letztlich geht es hier darum, dass dann doch etwas schief ging und eine zweite Chance im Raum steht.¿Mit jeder Seite wurde die Story allerdings besser, und ich war sehr froh, dass ich drangeblieben bin. Ama konnte im Laufe der Handlung einige Pluspunkte bei mir sammeln, doch Elliot hatte mein Herz von Anfang an sicher.¿Der Schreibstil ist angenehm flüssig, der Spannungsbogen baut sich langsam, aber stetig auf, und die Charaktere sind vielschichtig und überzeugend ausgearbeitet. Besonders gefallen hat mir das Hochzeitsthema, auch wenn es kitschig klingen mag. Da Blumen eine zentrale Rolle spielen und ich Blumen liebe, war das für mich einfach großartig. Die Idee mit dem Fernsehteam und der Influencerin als Braut fand ich ebenfalls spannend, weil sie die Dynamik der Hochzeitsplanung ordentlich durcheinanderwirbelt. Explizite Szenen sind vorhanden, und hier hat mich Elliot tatsächlich überrascht: Er konnte plötzlich ziemlich versaut sein, was ihn noch einmal von einer ganz anderen Seite gezeigt hat.¿Fazit:¿Insgesamt hat mich die Geschichte nach einem holprigen Start doch noch überzeugt, da sie sich stetig gesteigert hat und vor allem Elliot mein Herz erobern konnte. Trotz kleiner Kritikpunkte bleibt mir eine emotionale, stimmige Story mit den unterschiedlichsten Charakteren in Erinnerung.