Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Politik - Politisches System Deutschlands, Note: 1, 0, Johannes Gutenberg-Universitä t Mainz (Institut fü r Politikwissenschaft), Veranstaltung: Grundseminar: Das politische System der BRD, Sprache: Deutsch, Abstract: Die feierliche Erö ffnung der (von der Presse gern als Neuwahnstein bezeichneten) bayerischen Landesvertretung im Zentrum Brü ssels im September 2004 war wohl eines der medienwirksameren Zeichen von Verä nderungen, die die zunehmende Integration in die Europä ische Union (EU) fü r Deutschland mit sich bringt. Dass es ü berhaupt Landesvertretungen in der EU gibt, ist eine Folge des fö deralistischen Aufbaus der Bundesrepublik und unter anderem des Artikel 23 GG,
welcher die deutschen Bundeslä nder in die politische Entscheidungen auf der europä ische Ebene mit einbezieht. Dieser Aspekt brachte deshalb vor allem in Bezug auf deren Mitbestimmungskompetenzen viele Verä nderungen. Diese Verä nderungen sollen in vorliegender Hausarbeit thematisiert werden: Welche Herausforderungen stellt die Europä isierung den Lä ndern? Bedeutet die europä ische Integration einen Zuwachs oder eine Verringerung der politischen Mitbestimmungsmö glichkeiten fü r die Lä nder? Verliert der Fö deralismus in Deutschland durch die Europä isierung an Bedeutung? Und welche Auswirkungen hat die Kompetenzverschiebung auf die deutsche Politik? Nach einer kurzen theoretischen Einfü hrung in die Struktur des deutschen Fö deralismus und in
die Entwicklung der EU in Kapitel zwei, sollen diese Fragen erö rtert und geklä rt werden. Im dritten Kapitel werde ich mich dann mit den Einschnitten und den Erweiterungen der Mitbestimmungsmö glichkeiten der deutschen Lä nder beschä ftigen.