
Wenn Räume sprechen könnten, hätten Wirtshäuser viel zu berichten. Nicht nur weil es an Tischen und Tresen gesellig zugeht, sondern weil der Raum bei genauer Beobachtung viel preisgibt: Wer gehört zur Gemeinschaft? Welche Meinungen und Konflikte herrschen? Und was bringt die Zukunft? Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts nutzten politisch engagierte Autor*innen das Wirtshaus in ihren Geschichten, um gesellschaftsrelevante Fragen aufzugreifen und kritisch zu reflektieren. Lena Marie Brinkmann zeigt im Vergleich zur jüngsten Konjunktur der Dorfprosa, welche Parallelen und Neuerungen seit 2010 bestehen. Entlang von Textanalysen, raumtheoretischen und kulturgeschichtlichen Kontexten entpuppt sich das Wirtshaus als Zeitkapsel und Seismograf zugleich.
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