Das Literaturwissenschaftliche Jahrbuch wurde 1926 von Günther Müller gegründet. Beabsichtigt war, in dieser Publikation regelmäßig einen Überblick über neue Forschungsvorhaben und -ergebnisse zu bieten. Darüber hinaus enthielt das Jahrbuch auch Primärliteratur. 1939 verboten die Nationalsozialisten das Periodikum. Im Jahre 1960 wurde unter der Ägide des Germanisten Hermann Kunisch eine Neue Folge begründet, die inzwischen auf nunmehr 7 Bände gediehen ist. In der fächerübergreifenden Zeitschrift werden Beiträge zur Germanistik, Anglistik/Amerikanistik und Romanistik auf Deutsch und in den zu den Fächern gehörenden Sprachen publiziert. Außerdem enthält sie einen umfangreichen Besprechungsteil. Das Literaturwissenschaftliche Jahrbuch ist auf keine Methode festgelegt. Die Herausgeber streben an, auch Beiträge junger Nachwuchswissenschaftler aufzunehmen. Zu den Besonderheiten gehört darüber hinaus, bislang unveröffentlichte literarische Texte zu publizieren.
Inhaltsverzeichnis
J. Hennig
Zur literaturwissenschaftlichen Betrachtung der Liturgie
M. Bircher und P. Daly
Catharina Regina von Greiffenberg und Johann Wilhelm von Stubenberg. Zur Frage der Autorschaft zweier anonymer Widmungsgedichte
A. Pellegrini
Die Krise der Aufklä rung. Das dichterische Werk von Christian Fü rchtegott Gellert und die Gesellschaft seiner Zeit
H. Fischer
Romantische Antithetik in Wordsworths 'Prelude'
F. Schnapp
Aus E. T. A. Hoffmanns Bamberger Zeit. Fü nf Theater-Kritiken von Adalbert Friedrich Marcus (September-Dezember 1809)
O. Katann
Die Glaubwü rdigkeit von Clemens Brentanos Emmerick-Berichten. Zum gegenwä rtigen Stand der Quellen und der Forschung
K. -D. Krabiel
Das Problem des falschen Intellekts. Ein Thema der Epigramme Grillparzers
F. C. Scheibe
Rolle und Wahrheit in Heinrich Manns Roman 'Der Untertan'
P. Vajda
Stefan Zweig und Pierre Jean Jouve
F. Niedermayer
Jorge Luis Borges. Eine Betrachtung seiner Lyrik im Rahmen des Gesamtwerkes
C. -H. Wilke
Die Jugendarbeiten Felix Hartlaubs. Ein Vergleich der verö ffentlichten Fassungen mit den Originalen