Inhaltsangabe:An der Küste von Dorset im Süden Englands findet ein Spektakel statt. Francesca Meadows hat keine Kosten und Mühen gescheut, um das Luxus-Hotel The Manor mit Pomp und Trompeten zur Sonnenwende zu eröffnen. Nur das Beste ist gerade gut genug. Auf Monate ist es bereits ausgebucht. Die Gäste stört es auch nicht wirklich, dass sich in unmittelbarer Nähe ein alter Wald befindet, der düstere Geheimnisse verbirgt und von dunklen Vögeln bewacht wird.Obwohl sie die Gäste selbst geprüft und ausgewählt hat, kann sich ein Schatten aus der Vergangenheit einschleichen. Denn auf dem Haus liegt ein dunkles Geheimnis, das seit fünfzehn Jahren dort lauert. Francesca hat das Haus von ihrem Großvater geerbt und früher ihre Sommer hier verbracht.Sie wusste schon als Mädchen um ihren Status und ließ keine Gelegenheit aus, um das der Öffentlichkeit klarzumachen - genauso wie ihr Großvater. Bei den Menschen im kleinen Städtchen Tome kam das damals nicht gut an und fünfzehn Jahre später hat es sich nicht geändert.Jugendliche bedrohen die Eröffnungsfeier und die schwarzen Vögel von einst stehen auch zur Stelle, um der Gerechtigkeit Genüge zu tun!Mein Fazit:Nach dem Roman "Sommernacht" war ich gespannt, wie denn diese Geschichte sein würde.Wir sind dieses Mal nicht auf einer einsamen Insel, aber an der Südküste von England, in Dorset. Reiche und ausgewählte Gäste, die hier weder Gesicht noch Namen haben, reisen an, um an der Eröffnungsfeier eines Luxus-Hotels teilzunehmen! Es ist das Wochenende der Sonnenwende und der Wetterbericht verspricht Sommer pur! Alles ist perfekt vorbereitet, nichts ist dem Zufall überlassen.Vier Personen erzählen abwechselnd aus ihrer Perspektive die Geschichte um die Eröffnungsfeier. Dazwischen gibt es noch abwechselnde Zeitebenen - nämlich die Vergangenheit vor fünfzehn Jahren und dem Tag nach der Sonnenwende, wo die Polizei wegen eines Brandes und eines Todesfalls Ermittlungen aufnimmt.Das Konzept mit den wechselnden Perspektiven wurde hier meiner Einschätzung nach etwas übertrieben. Es gab zwischendurch kurze Kapitel, die mir kaum Gelegenheit gaben, den Perspektivwechsel und den Inhalt zu verstehen. Es fiel mir manchmal schwer, die Geschichte richtig zu verfolgen, da ich gelegentlich noch über das nachdachte, was ich gerade las. Nach der Hälfte ungefähr konnte ich dann ungefähr alle Personen zuordnen und deren Geschichte nachvollziehen! Zum Schluss gab es dann doch noch die eine oder andere kleine Überraschung.Aufgrund der Vielzahl an Figuren blieb einiges oberflächlich, die Hauptfiguren Bella und Francesca wurden jedoch ganz gut herausgearbeitet. Die Kulisse konnte ich mir gut vorstellen - die Atmosphäre ebenso! Die Spannung wird stetig aufgebaut und Hinweise lassen einen Schlimmes vermuten! Nebelkerzen gibt es jedoch auch.Dieses Mal kann ich nur vier Sterne geben, es war kein Pageturner wie erhofft. Manchmal ist weniger eben doch mehr.